Lebensdaten
1746 bis 1805
Geburtsort
Neetzka (Mecklenburg-Strelitz)
Sterbeort
Neubrandenburg
Beruf/Funktion
Dichter ; evangelischer Geistlicher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 103145931 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brückner, Ernst Theodor Johann
  • Brückner, Ernst Theodor
  • Brückner, Ernst Theodor Johann
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Zitierweise

Brückner, Ernst Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd103145931.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Christoph Adam (1713–86), Pfarrer in Neetzka, S des Johann Ambros., Pfarrer in Toitenwinkel bei Rostock, und der Pfarrerstochter Anna Sophia Schultetus aus Toitenwinkel;
    M Sophia (1720–59), T des Theodor Trendelenburg, Pastor in Brunn, dann Superintendent in Neustrelitz, zuletzt Neubrandenburg, und der Magd. Elisabeth Örtling;
    B Adolf (1744–1823), Schriftsteller, verfasste u. a. eine niederdeutsche dialogische Idylle;
    21.11.1771 Dorothea Helena Beata (1742–1802), T des Pastors zu Groß-Vielen (Mecklenburg) Johann Samuel Fabricius und der Beata Regina Eppen aus Alt-Rehse;
    2 S, 5 T, u. a. Marg. (⚭ Adolf Friedrich, B des Malers Caspar David Friedrich, 1840).

  • Leben

    B. studierte in Halle Theologie und wurde 1771 Pastor in Groß-Vielen. Hier lernte er den im nahen Ankershagen als Hauslehrer tätigen J. H. Voß kennen und schloß mit ihm eine lebenslange Freundschaft. Seit 1789 wirkte er als Pastor, später Oberpfarrer an der Marienkirche in Neubrandenburg. - B. war, trotz beweglicher Phantasie, glücklicher Einfälle und flüssiger Verskunst, kein Dichter von besonderen Gnaden. Seine liebenswürdigen, aber bescheidenen Dichtungen sind ohne Vorbilder wie etwa Klopstock und Lessing nicht denkbar. Besondere Beachtung fanden seine patriarchalischen „Idyllen von einer Unschuldswelt“ im Kreise des Göttinger Hainbundes, dem B. durch Vermittlung von Voß seit November 1772 unter dem Bundesnamen ,Mannobard' oder ,Cily' angehörte. Seine dramatischen Werke (1772) fanden eine zwischen Lob und Tadel geteilte Aufnahme (vgl. Göttinger Gelehrte Anz., Zugabe, 39. Stück vom 17.10.1772, S. 336). Anerkennung erhielten vor allem seine Predigten, die sich durch Wärme und Volkstümlichkeit sowie durch ihre Ausrichtung aufs Praktische auszeichneten. Seine „Predigten …“ (1778/79, 31795) erfreuten sich einer langanhaltenden Beliebtheit.

  • Literatur

    ADB III;
    Goedeke IV/1, 1916, S. 987 (W, L);
    G. Krüger, Die Pastoren im Lande Stargard, in: Jbb. d. Ver. f. mecklenburg. Gesch. u. Altertumskde. 69, 1904, S. 98 f., 120, 134;
    G. Willgeroth, Die Schwerinschen Pfarren I, 1924, S. 192 f., 625;
    F. Winkel, in: Mecklenburg. Gesch.bll. 2, 1926, S. 309-32;
    G. Lampe, E. Th. J. B. u. d. Göttinger Dichterbund, ebenda, 5, 1929, S. 39-105, = Diss. Halle 1928;
    E. Metelmann, E. Th. J. B. u. d. Göttinger Dichterbund, ungedr. Briefe u. Hss., in: Euphorion 33, 1932, S. 341-420;
    ders., L. G. Th. Kosegarten an B., in: Mecklenburg. Mhh. 9, 1933, S. 84;
    Frels;
    I. Brückner, Brückneriana um J. H. Voß, 1940;
    dies., Brückneriana im niederdt. Neubrandenburg, 1940, S. 9-15 (P v. C. D. Friedrich). - Zu B Adolf: Goedeke IV/1, 1916, S. 987;
    U. Zierow, in: Niederdt. Jb. 60/61, 1934/35, S. 185-90.

  • Autor/in

    Kurt Schreinert
  • Empfohlene Zitierweise

    Schreinert, Kurt, "Brückner, Ernst Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 657 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd103145931.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Brückner: Ernst Theodor Johann B., geb. 13. Sept. 1746 zu Neetzka in Mecklenburg-Strelitz, studirte in Halle Theologie, 1770 Pfarrsubstitut in Wendenburg, 1771 Prediger in Gr. Viehlen, hier mit J. H. Voß befreundet und von großem Einfluß auf ihn. Durch Voß kam er dann mit dem Göttinger Dichterkreise in Beziehung. B. ward 1789 Prediger in Neubrandenburg und starb hier als Hauptpastor 29. Mai 1805. — Ohne seinen Namen hatte er (1772) Dramen unter dem Titel: „Etwas für die deutsche Schaubühne“ herausgegeben; seine Gedichte erschienen erst 1803 gesammelt zu Neustrelitz. B. war als Prediger beliebt und gab mehrere Sammlungen seiner Kanzelreden von 1778—79 heraus.

  • Autor/in

    Weinhold.
  • Empfohlene Zitierweise

    Weinhold, "Brückner, Ernst Theodor" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 399 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd103145931.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA