• Genealogie

    V Alexander (1833–87), Mühlenbes., S d. Öl- u. Mahlmüllers Wilh.;
    M Clara (1834–82), T d. Kantors Joh. Frdr. Ernst Osterloh.

  • Leben

    F. studierte klassische und germanische Philologie, dann Indologie in Göttingen, wo er 1885 promovierte. 1890 habilitierte er sich in Berlin, wurde 1896 planmäßiger außerordentlicher, 1921 ordentlicher Professor der Sanskritwissenschaft in Königsberg. Seine ersten Arbeiten waren den alt- und mittelindischen Grammatikern und sprachgeschichtlichen Studien gewidmet, dann wandte er sich der Übersetzung von in der Pâli-Sprache abgefaßten buddhistischen Schriften und Untersuchungen über deren literar-historische Zusammenhänge zu. F. war unzweifelhaft einer der besten Pâli-Kenner seiner Zeit, seine eigenwilligen Anschauungen über die Geschichte der Entstehung des Buddhismus und seiner Texte fanden aber keine ungeteilte Zustimmung.

  • Werke

    W u. a. Hemacandra's Lingânuçâsana, Diss. Göttingen 1886;
    Die ind. Genuslehren, 1890;
    Pâli u. Sanskrit, 1902;
    Gesch. u. Kritik d. einheimischen Pâli-Grammatik, 1902;
    Dîghanikâya in Ausw. übers., 1913;
    Dhamma-Worte, metrische Verdeutschung d. „Dhammapada“, 1923;
    zahlr. wiss. Aufsätze.

  • Literatur

    H. H. Schaeder u. H. v. Glasenapp, Zur Erinnerung an R. O. F., in: Königsberger Btrr., Festgabe z. 400j. Feier d. Univ.Bibl. in Königsberg/Pr., 1929, S. 104-14 (vollst. W-Verz.);
    DBJ X (Tl. 1929);
    Altpreuß. Biogr.

  • Autor/in

    Helmuth von Glasenapp
  • Empfohlene Zitierweise

    Glasenapp, Helmuth von, "Franke, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 346 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102747342.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA