Lebensdaten
1853 bis 1934
Geburtsort
Cleebronn bei Brackenheim (Württemberg)
Sterbeort
Cappel bei Öhringen
Beruf/Funktion
Chemiker ; Industrieapotheker ; Mitglied des Vorstands der I.G.-Farben
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 101737815 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Krauch, Carl

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Zitierweise

Krauch, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101737815.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl (1829–60), Gutspächter auf d. Schweizerhof b. Neckarsulm, S d. Carl Frdr. (1798–1853), Landwirt, Schultheiß, württ. Landtagsabg. f. Brackenheim, u. d. Eva Gottliebin Wartmann;
    M Karoline (1830–1916), T d. Jakob Reichert, Bes. d. Pulverdinger Hofs b. Vaihingen, u. d. Christiane Schmid;
    Burgstall 1886 Martha (1866–1921), T d. Ludwig Schwaderer (1816–1906), Landwirt, Schultheiß, württ. Landtagsabg., u. d. Friederike Marie Rometsch;
    3 S (1 ⚔), 2 T (1 früh †), u. a. Carl (s. 2).

  • Leben

    K. absolvierte nach dem Besuch der Lateinschule in Winnenden die Apothekerlehre (1869–73) und arbeitete danach bis 1874 als Gehilfe in Apotheken in Güglingen, Göppingen und Mannheim. 1875-76 studierte er Pharmazie in Tübingen (Staatsexamen 1876). Da ihn jedoch die Gesamtheit der Naturwissenschaften interessierte, studierte er 1876-77 in Erlangen auch noch Chemie, Physik und Botanik. Er war bei seinem Lehrer A. Hilger Privatassistent und wurde mit einer Arbeit über Pflanzenenzyme 1877 zum Dr. phil. promoviert. Auf Empfehlung Hilgers erhielt K. 1877 bei J. König an der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Münster die Stelle eines Assistenten und rückte dann zum persönlichen Assistenten Königs auf. Dennoch veranlaßte ihn die geringe Bezahlung, 1882 bei der Firma E. Merck in Darmstadt als Apotheker und Chemiker einzutreten. Dort wurde er 1919 pensioniert, seinen Ruhesitz nahm er in Cappel. – K. besaß eine ausgesprochene Neigung zu breit angelegten naturwissenschaftlichen Arbeiten. Schon in Münster schrieb er mit J. König über die Untersuchung von Lebensmitteln und über agrikulturchemische Themen. Seine Tätigkeit bei Merck veranlaßte ihn, Vorschriften zur Prüfung der Reagenzien auf Reinheit aufzustellen, die Chemikalienqualität mit präzisen Reinheitsforderungen (zum Beispiel quantitative Angabe der Verunreinigungen bei „purissimum“-Substanzen) allgemeingültig festzulegen und ein entsprechendes Warensortiment der Firma Merck auf den Markt zu bringen. K. wurde zum Schöpfer der heute international üblichen Reinheitskriterien für chemische Reagenzien und Chemikalien. In seinem in vielen Auflagen und Übersetzungen erschienenen, später von Merck herausgegebenen Buch „Die Prüfungen der chemischen Reagentien auf Reinheit“ (1888, 21891, 31896) legte K. seine in langjährigen vergleichenden Untersuchungen gewonnenen Ergebnisse nieder. Später leitete er als Betriebsapotheker verschiedene chemische Produktionsabteilungen der Firma Merck.

  • Werke

    Btrr. z. Kenntnis d. ungeformten Fermente in d. Pflanzen (Diss.), in: Landwirtsch. Versuchsstation 23, 1879, S. 77-104;
    Naturforscher, Große Physiker, Chemiker u. Biologen, 1934;
    zahlr. Aufsätze in naturwiss. u. landwirtsch. Zss. -
    Lebenserinnerungen (Ms., im Bes. d. E Carl Heinr. Krauch, Düsseldorf).

  • Literatur

    A. Wankmüller, in: Btrr. z. württ. Apothekengesch. 10, 1973, S. 38-42 (P);
    ders., in: Dt. Apotheker-Biogr. I, 1975;
    Pogg. VII a.

  • Autor/in

    Armin Wankmüller
  • Empfohlene Zitierweise

    Wankmüller, Armin, "Krauch, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 679 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101737815.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA