Lebensdaten
1879 bis 1933
Geburtsort
Bremen
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Bankier
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 1014380944 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schröder, Friedrich
  • Schröder, Johann Friedrich

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Zitierweise

Schröder, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd1014380944.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, aus Langwedel (Kr. Verden), Schuhmacher;
    M Meta Elise Hermine Büring, aus B.;
    1903 Marie (1886–1962), T d. Ernst Windels, Schmied in B., u. d. Marie Stempel;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach der Lehrzeit in den Bankhäusern „Franz Hugo Meyer“ und „Schultze & Wolde“ in Bremen setzte S. seine berufliche Qualifizierung in der Depositenkasse der „Dresdner Bank“ in Berlin fort. Zurückgekehrt nach Bremen, arbeitete er bei der „Bremer Bank“, bis er 1905 mit Albert Ernst Weyhausen, dessen Vater Mitinhaber des gleichnamigen Bankgeschäfts war, das „Effekten-Kommissionsgeschäft Schröder & Weyhausen“ gründete. In kurzer Zeit wurden beträchtliche Umsätze bei Schiffahrtswerten erzielt. S. erwarb in größerem Umfang Aktien der Dt. Dampfschiffahrts-Gesellschaft „Hansa“ und wurde dort noch vor 1914 Aufsichtsratsmitglied. 1919 fusionierte sein Unternehmen mit dem Bankgeschäft E. C. Weyhausen und firmierte unter „Schröder, Heye & Weyhausen KG“; Kommanditisten waren u. a. Mitglieder der Familie Schütte. Seit 1920 hieß das Unternehmen „J. F. Schröder Bank“.

    S. engagierte sich stark in der brem. Wirtschaft und war führend an zahlreichen Fusionen der Werftindustrie beteiligt. Sein Einfluß in der dt. Schiffahrtswirtschaft der 20er Jahre zeigte sich an der großen Zahl seiner Aufsichtsratsmandate bzw. -vorsitze in diesem Bereich. Seine Bank wurde von der Stadt Bremen neben der Sparkasse Bremen und der „DANAT-Bank“ eingeschaltet, um kurzfristige ausländische Kredite zu erhalten. Im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise und dem 1931 erfolgten Zusammenbruch der „Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei“ (Nordwolle), der die hier besonders engagierte Schröderbank zusammen mit der „Berliner Handels-Gesellschaft“ seit Juli 1929 u. a. einen Kredit über 2,1 Mio. Reichsmark gewährt hatte, mußte S.s Bank ebenso wie die „DANAT-Bank“ ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Nach S.s Ausscheiden sanierte der brem. Staat die Bank und eröffnete sie im selben Jahr neu als „Norddeutsche Kreditbank“. S. gründete nun eine kleinere Bank unter seinem Namen, die er bis zu seinem Tode leitete.

  • Literatur

    G. Bessell, Norddt. Lloyd 1857-1957, o. J.;
    Bremer Nachrr. v. 17.11.1933 (P);
    M. Pohl, Konzentration im dt. Bankenwesen, 1982, S. 365 u. 368;
    O. Escher, Die Wirtsch.- u. Finanzkrise in Bremen u. d. Fall Schröderbank, 1988;
    Wenzel;
    Brem. Biogr.

  • Portraits

    Photo (StA Bremen).

  • Autor/in

    Dieter Leuthold
  • Empfohlene Zitierweise

    Leuthold, Dieter, "Schröder, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 562 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd1014380944.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA