Lebensdaten
1868 bis 1925
Geburtsort
Offenbach/Main
Sterbeort
Berlin-Charlottenburg
Beruf/Funktion
Elektrotechniker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 10133804X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Friese, Robert Martin
  • Friese, Robert
  • Friese, Robert Martin

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Zitierweise

Friese, Robert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd10133804X.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard Robert (1834–97), Musikdir. in O., S d. Buchhändlers Aug. Robert in Leipzig u. d. Cäcilie Schulz;
    M Anna Maria (1838–1925), T d. Portefeuillefabr. Martin Luft u. d. Marie Merz;
    B Hermann (* 1869), Kunstmaler.

  • Leben

    F. studierte 1887-91 an der TH Darmstadt und bestand das Diplom-Examen mit Auszeichnung. 1891-93 war er Assistent bei E. Kittler und Dozent am Elektrotechnischen Institut der TH Darmstadt und wurde zur Prüfungskommission der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main 1891 herangezogen, wo die erste Wechselstromhochspannungsübertragungsanlage Lauffen-Frankfurt gezeigt wurde. 1893-99 wirkte er als Oberingenieur der Wechselstromabteilung der „E. A. vormals Schuckert & Co“ Nürnberg. 1899-1902 war er als ordentlicher Professor der Elektrotechnik an der TH München tätig, ging 1902 wieder zu der „E. A. vormals Schuckert & Co“ als stellvertretender Direktor und wurde 1903 nach der Fusion von Schuckert mit Siemens Vorstandsmitglied der Siemens-Schuckertwerke in Berlin. Seit 1920 wirkte er an der Zentralstelle für wissenschaftlich-technische Forschungsarbeiten der Siemens-Werke als Beirat mit. – F. gehörte zu den ersten Ingenieuren, die die Wechselstrom- und Hochspannungstechnik wissenschaftlich bearbeiteten. Diese Technik ermöglicht, die elektrische Energie an den Orten des Vorkommens von Wasser und Kohle zu erzeugen und sie fast verlustlos durch Überlandzentralen bis in das entlegenste Dorf dem Verbraucher zuzuleiten. Maßgeblich beteiligt war F. 1895 an der ersten Hochspannungsdrehstromanlage in Europa (Stallegg-Donaueschingen 200 PS auf 26 km mit 10 kV). 1897 erfand er eine besonders günstige Form eines Hochspannungsisolators, die sogenannte Deltaglocke. 1899 entwickelte er ein System für die ersten direkt gekuppelten Drehstrom-Dynamos. 1905 gab er die Axialkühlung von Turbogeneratoren an. 1915 entwickelte er für medizinische Zwecke eine Ultraviolett-Bestrahlungslampe (Aureollampe). Ferner stammen von ihm Arbeiten über elektrische meßtechnische Fragen, Bühnenbeleuchtung und allgemeine Probleme der Elektrotechnik und des Magnetismus.

  • Literatur

    A. Rotth, in: Siemens-Mitt., 1920, S. 120 f., 1925, Nr. 72 (P);
    K. Schmidt, in: Wiss. Veröff. a. d. Siemens-Konzern IV, 2. H., 1925 (W, P);
    O. Krell, in: Elektrotechn. Zs. 46, 1925, S. 1713 (P);
    Pogg. VI.

  • Quellen

    Qu.: Siemens-Archiv, München.

  • Autor/in

    Friedrich Spandöck
  • Empfohlene Zitierweise

    Spandöck, Friedrich, "Friese, Robert" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 611 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10133804X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA