Lebensdaten
1794 bis 1870
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Pillnitz/Elbe
Beruf/Funktion
Schriftstellerin ; Herzogin zu Sachsen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 100844979 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Amalie Marie Friederike Auguste Herzogin zu Sachsen
  • Heiter, A. (Pseudonym)
  • Serena, A. (Pseudonym)
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Zitierweise

Amalie, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100844979.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Prinz Maximilian von Sachsen (1759–1838);
    M Caroline Marie Theresia Josepha (1770–1804), T Herzog Ferdinands I. von Parma;
    B König Friedrich August II. (1797–1854), Mitregent seines Oheims Anton, König Johann von Sachsen (1801–73).

  • Leben

    A.s Vater komponierte und dichtete; ihr Bruder Johann galt als einer der besten Dante-Übersetzer. Sie selbst bereiste nach vielseitiger Erziehung Europa, besonders in den Jahren 1819-25 Italien und Spanien; oft hielt sie sich in Wien auf. C. M. von Weber gab ihr Unterricht in der Kompositonslehre. 1853 erblindete sie auf dem linken Auge und lebte fortan zurückgezogen in Dresden. Sie veröffentlichte zahlreiche Schau- und Lustspiele in zeitgebundenem Stil, so das Schauspiel „Lüge und Wahrheit“ (1834, auch ins Englische und Französische übersetzt), die teilweise unter spanischem Einfluß standen oder die Richtung des von Iffland begonnenen theaterwirksamen bürgerlichen Charakterstückes fortsetzten, aber in adligen Kreisen spielten. Sie wurde bald der Liebling deutscher Hofbühnen. Scribes dramatische Werke wurden von ihr übersetzt. Ihre Kompositionen sind nach italienischen Vorbildern gestaltet.

  • Werke

    Dt. Schaubühne, 7 Bde., 1836–42; Dramat. Werke, 6 Bde., hrsg. v. R. Waldmüller (E. Duboc), 1873/74; 12 Bde. Tagebücher im Nachlaß.

  • Literatur

    ADB I: Neuer Anz. f. Bibliogr., 1871, S. 1-6, 229 1.; M. Fürstenau, Die musikal. Beschäftigungen d. Prn. A., 1874;
    R. Waldmüller (E. Duboc), Aus d. Memoiren einer Fürstentochter, 1883 (P); P. Bellardi, Eine fürstl. Bühnenschriftstellerin, in: Bär, Jg. 20, 1894, S. 431 f.;

    L. Ilff, Eine Dichterin im sächs. Königshause (Prn. A.), in: Leipziger Ztg., wiss. Beil., 1894, S. 377-79;

    O. Schmid, Fürstl. Komponisten aus d. sächs. Königshause, 1910;

    Briefwechsel Kg. Johanns v. Sachsen mit George Ticknor, hrsg. v. Joh. Georg v. Sachsen, im Verein mit E. Daenell, 1920;

    Ch. Ponader, Prn. A. v. S., Diss. Würzburg 1923;

    F. Kummer, Dresden u. seine Theaterwelt, 1938;
    Goedeke, NF, 1940, S. 208, u. XI/1, 1951, S. 286; Riemann; Kosch, Lit. -Lex. I (W, L).

  • Portraits

    2 Zeichnungen v. K. Ch. Vogel v. Vogelstein (Dresden, Staatl. Kupf. kab.).

  • Autor/in

    Walter Kunze
  • Empfohlene Zitierweise

    Kunze, Walter, "Amalie" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 239 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100844979.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Amalie, Marie Fr. Aug., Prinzessin von Sachsen, Dichterin, geb. 10. Aug. 1794, 18. Sept. 1870; älteste Schwester des Königs Johann von Sachsen, sorgfältig erzogen, auf Reisen in Italien, Frankreich und Spanien ihre Bildung erweiternd, widmete sich der dramatischen Dichtung und trat schon 1817 unter dem Namen „Amalie Heiter", mit dem Schauspiel: „Die Abenteuer der Thorenburg", 5 Acte, auf, dem 1829 und 1830 unter demselben Namen die Schauspiele: „Der Krönungstag“, und: „Mesru“ folgten, beide selbsterfundene Stoffe auf orientalischem Boden und in Versen behandelt. Später beschränkte sie sich auf prosaischen Dialog und lieferte seit 1834 eine Reihe beifällig aufgenommener Lustspiele und Dramen im Charakter Iffland's und Ed. Devrient's, die zum Besten des Dresdener Frauenvereins als Originalbeiträge zur deutschen Schaubühne (Dresd. 1836—42. 6 Bde.) herausgegeben wurden. Das erste Stück war „Lüge und Wahrheit", unter den übrigen fand „der Oheim" besonders günstige Aufnahme, auch „der Landwirth“, „der Majoratserbe“, „der Unbelesene“, „die Stieftochter“ u. a. sprachen an und wurden viel gespielt. Die Prinzessin starb unvermählt in Pillnitz.

    • Literatur

      (Gesamm. Werke, herausg. von Robert Waldmüller, 1873.)

  • Autor/in

    K. G.
  • Empfohlene Zitierweise

    G., K., "Amalie" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 385-386 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100844979.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA