• Genealogie

    V Organist;
    Ov Georg Maximilian Bahr, Pfarrer in Grüben (Kreis Falkenberg, Oberschlesien).

  • Leben

    In Brünn, Olmütz und Telcz ausgebildet, seit 1726 Jesuit (böhmische Provinz), wirkte B. 1739 bis 1771 als Missionar in China. Sich durch musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten (besonders im Geigenspiel) auszeichnend, gab er zunächst Musikunterricht am kaiserlichen Hofe und war dann in der Seelsorge (Pao-si-hien, Peking: St. Joseph) eingesetzt, wo er die Marienverehrung förderte (erste Aufstellung von Muttergottesbildern auf Altären, chinesische Übersetzung des Officium Beatae Mariae Virginis). Seit 1748 am Pekinger Jesuitenkolleg (1755 Rektor, 1762 Visitator für Japan und China, 1768 Provinzial), bearbeitete er den deutschen Teil des chinesischen Wörterbuches der Jesuiten und trat durch mehrere apologetische Schriften gegen Widersacher des Ordens (besonders J. L. von Mosheim) hervor. B. vertrat die strengere Auffassung bei der Übernahme der chinesischen Gebräuche.

  • Werke

    Umfangreicher, z. größten Teil unveröffentl. Briefwechsel mit d. bedeutsamen Förderin d. ostasiat. Jesuitenmission Maria Gfn. Fugger, geb. Gfn. Waldburg-Zeil ( 1762) (im fürstl. Fuggerschen Archiv z. Augsburg, als wertvolle missionsgeschichtl. Qu. aufschlußreich f. d. damal. Methoden d. Jesuitenmission); Verz. d. gedr. W b. Sommervogel I.

  • Literatur

    A. Huonder, Dt. Jesuitenmissionare d. 17. u. 18. Jh.s, 1899;
    R. Samulski, F. B., in: Schles. Lb. IV, 1931, S. 184-90;
    H. Hoffmann, Schles., mähr. u. böhm. Jesuiten in d. Heidenmission, 1939.

  • Autor/in

    Robert Samulski
  • Empfohlene Zitierweise

    Samulski, Robert, "Bahr, Florian Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 541 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100022626.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA