Lebensdaten
1926 – 2016
Geburtsort
Groß Flottbek (seit 1927 Altona-Groß Flottbek, seit 1938 Hamburg-Groß Flottbek)
Sterbeort
Neustrelitz (Mecklenburg)
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Kulturfunktionär ; Schauspieler ; Sprecher ; Drehbuchautor
Konfession
konfessionslos
Normdaten
GND: 118559788 | OGND | VIAF: 36943850
Namensvarianten
  • Kant, Hermann Paul Karl
  • Kant, Hermann
  • Kant, Hermann Paul Karl
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Kant, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118559788.html [18.04.2024].

CC0

  • Hermann Kants Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erzielten in der DDR hohe Auflagen. Bis zuletzt hielt er darin an seiner Vision einer friedlichen, sozialistischen Gesellschaft fest. Als Hauptwerke seines mehrfach auch verfilmten Schaffens gelten die Romane „Die Aula“ (1965) und „Der Aufenthalt“ (1977). Kant hatte eine Reihe von Funktionen in der DDR inne, u. a. war er von 1981 bis 1990 Abgeordneter der Volkskammer der DDR und von 1986 bis 1989 Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der SED.

    Lebensdaten

    Geboren am 14. Juni 1926 in Groß Flottbek (seit 1927 Altona-Groß Flottbek, seit 1938 Hamburg-Groß Flottbek)
    Gestorben am 14. August 2016 in Neustrelitz (Mecklenburg)
    Grabstätte Friedhof Prälank in Neustrelitz
    Konfession konfessionslos
    Hermann Kant, Imago Images (InC)
    Hermann Kant, Imago Images (InC)
  • Lebenslauf

    14. Juni 1926 - Groß Flottbek (seit 1927 Altona-Groß Flottbek, seit 1938 Hamburg-Groß Flottbek)

    1932 - 1940 - Hamburg-Dockenhuden

    Schulbesuch

    Volksschule

    1940 - 1942 - Parchim (Mecklenburg)

    Übersiedlung der Familie zum Großvater; Schulbesuch

    Mittelschule

    1942 - 1944 - Parchim

    Ausbildung zum Elektriker

    1944 - 1945

    Kriegsdienst

    Wehrmacht

    17./18.2.1945 - 21.12.1948 - Warschau

    Kriegsgefangener

    Zuchthaus; Kriegsgefangenenlager (seit 1948)

    1948 - 1949 - Parchim

    Elektriker

    1949 - 2016 - Parchim

    Mitglied

    SED; seit 1990 Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), seit 2005 Die Linke. PDS, seit 2007 Die Linke

    4.10.1949 - Juli 1951 - Greifswald

    Studium (Abschluss: Abitur mit Auszeichnung)

    Arbeiter- und Bauern-Fakultät

    1952 - 1956 - Berlin-Ost

    Studium der Germanistik (Abschluss: Diplom-Philologe)

    HU

    8.12.1957 - 1959 - Berlin-Ost

    wissenschaftlicher Assistent; Chefredakteur

    Germanistisches Institut der HU; tua res (Studentenzeitschrift)

    1959 - 2016 - Berlin-Ost

    freier Schriftsteller

    1974 - 1979 - Berlin-Ost

    Mitglied

    SED-Bezirksleitung

    1981 - 1990 - Berlin-Ost

    Abgeordneter der SED

    Volkskammer der DDR

    1986 - 1989 - Berlin-Ost

    Mitglied

    Zentralkomitee (ZK) der SED

    Mitte der 1990er Jahre - Prälank (Neustrelitz, Mecklenburg)

    Übersiedlung

    14. August 2016 - Neustrelitz (Mecklenburg)
  • Genealogie

    Vater Paul Kant gest. 8.8.1945 Gärtner, Straßenkehrer in Hamburg; gest. in Parchim (Mecklenburg)
    Großvater väterlicherseits Hermann Kant Töpfermeister in Parchim
    Großmutter väterlicherseits N. N. gest. 1920er Jahre Hausfrau
    Mutter Luise Valeska Daniela Kant, geb. Visser 21.4.1904–12.11.1990 Fabrikarbeiterin, Hausfrau
    Großvater mütterlicherseits N. N. Visser Fischer auf Norderney; auf See verschollen
    Schwester Edith Kant 8.1.1925–27.5.2017
    Schwester Isa Kant 10.10.1927–12.6.2001
    Bruder Uwe Kant geb. 18.5.1936 Schriftsteller, Kinderbuchautor, Journalist in Berlin, seit 1999 in Neu Ruthenbeck bei Friedrichsruhe (Mecklenburg-Vorpommern)
    1. Heirat 1956 in Berlin
    Ehefrau Lilljana Pfau Exportdirektorin beim Außenhandelsbetrieb (AHB) Chemie, Berlin-Ost
    Kinder ein Sohn
    Scheidung 1966
    2. Heirat 1966 in Berlin
    Ehefrau Vera Oelschlegel geb. 5.7.1938 aus Leipzig; Sängerin, Schauspielerin, Regisseurin; 1977–1987 verh. mit Konrad Naumann (1928–1992), 1971–1985 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin, 1966–1986 Mitglied des ZK der SED
    Schwiegervater Gottfried Oelschlegel 1910–1945 Kaufmann
    Schwiegermutter Ruth Oelschlegel, geb. Lauterbach 1914–2014 Journalistin; Leiterin der Bezirkskommission für Unterhaltungskunst Leipzig
    Scheidung 1976
    3. Heirat 1985 in Berlin
    Ehefrau Marion Kant , geb. Meyer, gesch. Reinisch geb. 1951 aus Berlin; Dr. phil.; Tanzwissenschaftlerin; Affiliated Lecturer an der Faculty of Modern & Medieval Languages & Linguistics der Universität Cambridge (Großbritannien)
    Schwiegervater Ernst Hermann Meyer 8.12.1905–8.10.1988 Komponist, Musikwissenschaftler
    Schwiegermutter Marjorie Meyer
    Kinder eine Tochter, ein Sohn
    Stiefkind eine Stieftochter Tochter der Marion Kant
    Scheidung 1998
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    Kant, Hermann (1926 – 2016)

    • Vater

      Paul Kant

      gest. 8.8.1945

      Gärtner, Straßenkehrer in Hamburg; gest. in Parchim (Mecklenburg)

      • Großvater väterlicherseits

        Hermann Kant

        Töpfermeister in Parchim

      • Großmutter väterlicherseits

        gest. 1920er Jahre

        Hausfrau

    • Mutter

      Luise Kant

      21.4.1904–12.11.1990

      Fabrikarbeiterin, Hausfrau

      • Großvater mütterlicherseits

        Visser

        Fischer auf Norderney; auf See verschollen

      • Großmutter mütterlicherseits

    • Schwester

      Edith Kant

      8.1.1925–27.5.2017

    • Schwester

      Isa Kant

      10.10.1927–12.6.2001

    • Bruder

      Uwe Kant

      geb. 18.5.1936

      Schriftsteller, Kinderbuchautor, Journalist in Berlin, seit 1999 in Neu Ruthenbeck bei Friedrichsruhe (Mecklenburg-Vorpommern)

    • 1.·Heirat

      in

      Berlin

      • Ehefrau

        Lilljana Pfau

        Exportdirektorin beim Außenhandelsbetrieb (AHB) Chemie, Berlin-Ost

    • 2.·Heirat

      in

      Berlin

      • Ehefrau

        Lilljana Pfau

        Exportdirektorin beim Außenhandelsbetrieb (AHB) Chemie, Berlin-Ost

    • 3.·Heirat

      in

      Berlin

      • Ehefrau

        Lilljana Pfau

        Exportdirektorin beim Außenhandelsbetrieb (AHB) Chemie, Berlin-Ost

  • Biografie

    alternativer text
    Hermann Kant (links), BArch / Bildarchiv (InC)

    Kant wuchs im Hamburger Armenviertel Lurup auf. 1933 verlor sein Vater aus politischen Gründen seine Anstellung als Orchideengärtner im Hamburger Hirschpark und arbeitete danach als Straßenfeger. Um den Bombenangriffen auf Hamburg zu entgehen, zog die Familie 1940 in das Haus des Großvaters nach Parchim (Mecklenburg), wo Kant eine Lehre zum Elektriker absolvierte. Ende 1944 zur Wehrmacht eingezogen, geriet er sechs Wochen später in polnische Kriegsgefangenschaft, die er bis 1948 im Zuchthaus, dann in einem Kriegsgefangenlager auf dem Boden des Warschauer Ghettos verbrachte. Kants Erlebnisse als Kriegsgefangener, sein Engagement im Antifa-Komitee und in der Antifa-Schule sowie sein Gefühl der Schuld, Teil der deutschen Armee gewesen zu sein, wurden prägend für seine Biografie und bildeten später den Hintergrund für seinen wohl bedeutendsten Roman „Der Aufenthalt“ (1977), der auf seinen Erlebnissen in polnischer Kriegsgefangenschaft beruht: Fälschlicherweise eines Mordes bezichtigt, kommt der Protagonist Mark Niebuhr zur Einsicht, dass seine Unschuld im Widerspruch zur Uniform steht, die er trägt.

    Die Möglichkeit, sich von 1949 bis 1951 an der Arbeiter- und Bauern-Fakultät in Greifswald weiterzubilden, erfüllte Kant zeitlebens mit Dankbarkeit gegenüber der DDR. Die Aufbruchstimmung dieser Zeit in Greifswald inspirierte ihn zu seinem populärsten Roman „Die Aula“ (1965). Erzählt wird auf liebevoll-ironische Weise von jungen Menschen, die mit wenig Vorkenntnissen den Weg höherer Bildung beschreiten – die Schneiderin wird Ärztin, der Zimmermann Philologe, der Waldarbeiter Förster –, sich gegenseitig helfen, aber auch in Konflikt geraten. Der Roman wurde in 15 Sprachen übersetzt und auch in der Bundesrepublik bekannt.

    Sein Studium der Germanistik an der HU Berlin seit 1952 schloss Kant 1956 bei Alfred Kantorowicz (1899–1979) mit einer Diplomarbeit über Theodor Plieviers (1892–1955) Roman „Stalingrad“ (1945) ab. Während des Studiums war er bis 1955 Parteisekretär der Germanisten-Grundorganisation und Mitglied der Universitäts-Parteileitung. Anschließend wurde er wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Institut und von 1957 bis 1959 Chefredakteur der Studentenzeitschrift „Tua res“, die sich v. a. an Westberliner Studierende richtete.

    Mit einer Filmfassung des Stücks „Und das am Heiligabend“ (1959) von Vratislav Blažek (1925–1973) vollzog Kant den Schritt in die Freiberuflichkeit. Sein erster Erzählungsband, „Ein bisschen Südsee“, erschien 1962 und begründete Kants Aufstieg zu einem der renommiertesten Schriftsteller der DDR. Er zeigte bereits den charakteristischen ironischen Stil, den Kant im Folgenden mit großer Kunstfertigkeit ausbaute.

    In seiner Tätigkeit als Schriftsteller verstand sich Kant als politischer Intellektueller. Bedrückend war für ihn die Verzögerung der Publikation seines 1969 abgeschlossenen Romans „Das Impressum“ ohne nachvollziehbare Begründung. Er erschien erst 1972 nach der Ablösung Walter Ulbrichts (1893–1973) durch Erich Honecker (1912–1994). Trotz oder wegen dieser Erfahrung nahm Kant 1969 die Wahl zum Vizepräsidenten des DDR-Schriftstellerverbands an, dem er seit 1960 angehörte (seit 1963 als Vorstandsmitglied) und in dem er 1978 als Nachfolger von Anna Seghers (1900–1983) zum Präsidenten aufstieg. In diesem Amt versuchte Kant immer wieder, zwischen Schriftstellern und Staatsgewalt zu vermitteln, was ihm Kritik von beiden Seiten eintrug. Sein Ehrgeiz, den Verband zu einem Forum des „Einspruchs in gesellschaftliche Angelegenheiten“ zu machen, brachte ihn 1979 in einen inneren Konflikt, als Kurt Bartsch (1937–2010), Adolf Endler (1930–2009), Stefan Heym (1913–2001), Karl-Heinz Jakobs (1929–2015), Klaus Poche (1927–2007), Klaus Schlesinger (1937–2001), Rolf Schneider (geb. 1932), Dieter Schubert (1929–2008) und Joachim Seyppel (1919–2012) durch den Berliner Bezirksverband ausgeschlossen wurden. Dazu hatte es hinter Kants Rücken Vorabsprachen mit dem SED-Bezirkssekretär Konrad Naumann (1928–1992) gegeben. Um seine Position nicht zu verlieren, schloss sich Kant wortmächtig dieser Intrige an. Aufgrund seiner Verbandsarbeit fand Kant nur wenig Zeit für eigene literarische Produktion, sodass sein Werk bis zum Ende der DDR mit den Erzählungsbänden „Der dritte Nagel“ (1981), „Bronzezeit“ (1986) und der Satire „Die Summe“ (1987) schmal blieb, allerdings wegen seiner spitzzüngigen Bemerkungen zum DDR-Alltag auf großen Leserzuspruch stieß.

    Dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik 1990 stand Kant kritisch gegenüber. 1989/90 trat er von allen politischen und Verbandsämtern zurück und war in der Nachwendezeit wegen seines Handelns als Verbandsvorsitzender umstritten. Unter anderem Joachim Walther (1943–2020) und Karl Corino (geb. 1942) erhoben 1995 bzw. 1999 Vorwürfe, Kant sei als inoffizieller Mitarbeiter („IM Martin“) für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR tätig gewesen. Dagegen wehrte sich Kant erfolgreich in mehreren Gerichtsprozessen und dem Hinweis auf seine Stellung als Person der Öffentlichkeit. Gespräche mit dieser Behörde seien in seiner Funktion „normal“ gewesen, aber eine Verpflichtung habe es in keiner Form gegeben. Sein Erinnerungsband „Abspann“ (1991) stellte sich gegen die Tendenz einer pauschalen Abrechnung mit der DDR.

    In dieser Zeit zerbrach Kants Ehe. Seine Frau, die an der Akademie der Künste entlassen worden war, ging mit den Kindern nach Großbritannien. Kant lebte seit Mitte der 1990er Jahre in seinem Sommerhaus in Prälank (Neustrelitz, Mecklenburg), wo er u. a. die Romane „Okarina“ (2002) und „Kennung“ (2010) als hintergründig sarkastische Lebensbilanzen verfasste. Als letztes Werk zu Lebzeiten erschien 2012 – zunächst im Selbstverlag – die stilistische brillante Erzählung „Ein strenges Spiel“ (2012). Eine letzte große Ehrung erfuhr Kant anlässlich seines 90. Geburtstages 2016 bei einer Veranstaltung zu seinen Ehren im vollbesetzten Theater Neustrelitz.

  • Auszeichnungen

    1960 Mitglied des Schriftstellerverbands der DDR (seit 1963 Vorstandsmitglied, 1969–1978 Vizepräsident, 1978–1989 Präsident)
    1964–1990 Mitglied des PEN-Zentrums der DDR (seit 1967 Präsidiumsmitglied)
    1962 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR
    1963 Literaturpreis des FDGB
    1966 Kunstpreis der FDJ
    1967 Heinrich-Mann-Preis
    1968 Händelpreis der Stadt Halle an der Saale
    1969–1992 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (-Ost)
    1973 Nationalpreis der DDR 1. Klasse für das Gesamtschaffen
    1976 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
    1978 Ehrentitel Held der Arbeit
    1980 Dr. h. c., Universität Greifswald
    1983 Nationalpreis der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur
    1986 Vaterländischer Verdienstorden in Gold
    1986 Orden der Völkerfreundschaft des Obersten Sowjets der UdSSR
    1987 Goethe-Preis der Stadt Berlin-Ost
  • Quellen

    Nachlass:

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

  • Werke

    Werke:

    Die Darstellung der ideologisch-politischen Struktur des faschistischen deutschen Heeres in Plieviers Roman Stalingrad, 1956. (Diplom-Arbeit)

    Ein bißchen Südsee, Erzählungen, 1962, westdt. Ausg. 1968.

    Die Aula, Roman, 1965.

    Hermann Kant (Autor)/Lothar Reher (Fotograf), In Stockholm, Reisebeschreibung, 1971.

    Das Impressum, Roman, 1972.

    Eine Übertretung, Erzählungen, 1975.

    Der Aufenthalt, Roman, 1977.

    Der dritte Nagel, Erzählungen, 1981.

    Zu den Unterlagen, Publizistik, 1957–1980, 1981.

    Krönungstag, Erzählung, 1986.

    Bronzezeit, Erzählungen, 1986.

    Die Summe, Satire („Eine Begebenheit“), 1987.

    Abspann, Erinnerungen, 1991. (P)

    Kormoran, Roman, 1997.

    Escape. Ein WORD-Spiel, 1995.

    Hermann Kant/Gerhard Zwerenz, Unendliche Wende. Ein Streitgespräch, 1998.

    Okarina, Roman, 2002.

    Kino, Roman, 2005.

    Die Sache und die Sachen, Gespräch mit Irmtraud Gutschke, 2007.

    Kennung, Roman, 2010.

    Lebenslauf. Zweiter Absatz, 2011.

    Ein strenges Spiel, 2012 (Selbstverlag), Neuausg. 2015.

    Therapie. Erzählungen und Essays, hg. u. mit einem Nachw. v. Irmtraud Gutschke, 2021.

    Verfilmungen

    Ach, du fröhliche …, DEFA 1962, Regie: Günter Reisch. (nach einem Kant-Drehbuch und mit einem Cameo-Auftritt von Kant)

    Mitten im kalten Winter, DFF 1968, Regie: Ulrich Thein.

    Der Aufenthalt, DEFA 1983, Regie: Frank Beyer.

    Farßmann oder Zu Fuß in die Sackgasse, DEFA 1991, Regie: Roland Oehme. (basiert auf Der dritte Nagel, Bronzezeit, Die Sache Osbar und anderen Erzählungen Kants)

  • Literatur

    Monografien:

    Bernd Schick, Persönlichkeitskonzeption und Roman. Zur Tendenz der Persönlichkeitsdarstellung in der Romanliteratur der DDR in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre, 1981.

    Helga Tille, Die künstlerische Gestaltung der Dialektik von Individuum und Gesellschaft im Erzählwerk Hermann Kants; untersucht an Entwicklung und Entfaltung der Geschichtskonzeption des Autors, Diss. B, Pädagogische Hochschule Erfurt/Mühlhausen 1984.

    Angelika Reimann, Die Reflexionsgestaltung in den Romanen „Der Wundertäter, zweiter Band“, „Der Aufenthalt“ und „Kindheitsmuster“. Charakter, Formen und Funktionen, 1982.

    Leonore Krenzlin, Hermann Kant. Sein Leben und Werk, 31988. (P)

    Karl Corino, Die Akte Kant. IM „Martin“, die Stasi und die Literatur in Ost und West, 1995.

    Joachim Walther, Sicherungsbereich Literatur. Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik, 1999.

    Irmtraud Gutschke, Herrmann Kant. Die Sache und die Sachen, 2007. (P)

    Linde Salber, Hermann Kant. Nicht ohne Utopie. Biographie, 2013. (P)

    Lexikonartikel:

    Dorothee Schmitz-Köster, Art. „Kant, Hermann“, in: Bernd Lutz (Hg.), Metzler Autoren Lexikon, 21997, S. 435 f. (P)

    Wolfgang Gabler, Art. „Kant, Hermann“, in: Michael Opitz/Michael Hofmann (Hg.), Metzler Lexikon DDR-Literatur, 2009, S. 156–158.

    Karsten, Kruschel, Art. „Kant, Hermann“, in: Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert, Bd. 25, hg. v. Lutz Hagestedt, 2016, Sp. 407–438. (W, L)

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Tafelbild v. Doris Kahane (1920–1976), 1967. (Onlineressource)

    Karikatur (Kohlezeichnung) v. Herbert Sandberg, vor 1968. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Irmtraud Gutschke (Berlin)

  • Zitierweise

    Gutschke, Irmtraud, „Kant, Hermann“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118559788.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA