Lebensdaten
1671 bis 1759
Geburtsort
Kaltennordheim-Oberkatz
Sterbeort
Jena
Beruf/Funktion
Jurist
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 100106870 | OGND | VIAF: 10186777
Namensvarianten
  • Dietmar, Johann Wilhelm
  • Dietmar, Ioannes G.
  • Dietmar, Ioannes Guilielmus
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Dietmar, Johann Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100106870.html [24.09.2020].

CC0

  • Leben

    Dietmar: Joh. Wilhelm D., ein um die Subsistenzmittel der Universität Jena höchst verdienstvoller Rechtsgelehrter, 1671 zu Oberkatz im Großherzogthum Sachsen-Meiningen geboren, Sohn eines dasigen Bauern und Wagners, besuchte die Schule zu Gotha und 1693 die Universität Jena, wurde hier 1695 Advocat, 1702 Doctor juris und Privatdocent, 1712 sachsen-meiningischcoburgischer Commissionsrath, 1720 wirklicher Rath und ordentlicher Advocat bei dem fürstlich sächsischen Hofgericht zu Jena. In den 1730er Jahren führte er für die Herzoge des Gesammthauses Sachsen-Gotha gegen Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar, der das für die Universität Jena gestiftete Gut Apolda an sich zu ziehen suchte, bei dem Reichshofrath einen siegreichen Proceß, dem zufolge das Haus Sachsen-Weimar alles Entzogene an Jena herausgeben und alle Schäden ersetzen mußte. Eben deshalb konnte D., solange der ihm grollende Herzog Ernst August ( 1748) lebte, zu keiner Professur gelangen. Erst 1749 ward er Professor der Institutionen, 1753 zugleich der Pandekten und 1755 des Codex. Er starb 6. Juli 1759 im 88. Lebensjahre. Von seinen Schriften ist sein Programm „De vestigiis et situ Dispargi in Comitatu Henneberg“, eine historische,|leider aus Vorliebe für die bei seinem Geburtsort gelegene Diesburg verfaßte, im Ziel verfehlte Abhandlung; die übrigen sind theils rein wissenschaftliche theils advocatorische juridische Arbeiten.

    • Literatur

      Ueber seine Schriften s. Meusel's Lexikon; Stepf, Gallerie aller jurid. Autoren II. 198.

  • Autor/in

    Brückner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Brückner, "Dietmar, Johann Wilhelm" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 171-172 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100106870.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA