Lebensdaten
1430 bis 1475
Geburtsort
Bern
Sterbeort
Pruntrut
Beruf/Funktion
Berner Staatsmann ; Heerführer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135743737 | OGND | VIAF: 13535305
Namensvarianten
  • Diesbach, Nikolaus von
  • Nikolaus, von Diesbach

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Diesbach, Nikolaus von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135743737.html [21.10.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Loys ( 1451), Ratsherr, S des Niklaus ( 1436) u. der Margaretha Brüggler;
    M Klara v. Büren;
    Vt Wilh. s. (3);
    1) 1449 Anna v. Ruessegg aus aargauischem Freiherrngeschlecht, 2) 1467 Barbara v. Scharnachthal aus Berner Rittergeschlecht;
    1 S aus 1) ( 10jährig).

  • Leben

    Nachdem D. sich schon in jungen Jahren auf ausgedehnten Reisen in Geschäften des Hauses D.-Watt eine für jene Zeit außergewöhnliche Bildung erworben hatte, trat er 1452 in den Kleinen Rat ein und spielte sich sehr|rasch in den Vordergrund der Berner Politik. 1465 erstmals Schultheiß, kehrte er 1467 als Ritter vom Sinai von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land zurück und stand 1469/70 im Twingherrenstreit an der Spitze der Adelspartei. Seine große Zeit erlebte D. in den Jahren, die dem Burgunderkrieg (1474–77) vorangingen. Als vertrauter Freund Ludwigs XI. von Frankreich setzte er alles daran, Bern und die Eidgenossen in den Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund zu führen. Aber er hatte dabei ebenso sehr die Berner Interessen im Auge: Durch die Eroberung der savoyischen Waadt sollte die Stadtrepublik zur europäischen Macht aufsteigen. D.s Gegenspieler war Adrian von Bubenberg als Haupt der burgundisch gesinnten Friedenspartei, doch gelang es D.s blendender Persönlichkeit, sowohl die Berner Räte wie die eidgenössische Tagsatzung für seine und Frankreichs Pläne zu gewinnen. 1474 sicherte er die schweizerische Nordostgrenze durch die „Ewige Richtung“, in der Habsburg-Österreich auf Aargau und Thurgau endgültig verzichtete. Nun konnte er ungehindert gegen Burgund und Savoyen im Westen losschlagen. 1475 zum zweitenmal Schultheiß, führte D. die eidgenössischen Truppen ins Feld; er erlebte aber die siegreichen Hauptschlachten und das für Bern so enttäuschende Ende des Burgunderkrieges nicht mehr, da er bei einem der ersten Auszüge an der Pest starb.

  • Literatur

    ADB V;
    K. Stettler, Ritter N. v. D., Schultheiß v. Bern, 1430-75, Diss. Bern 1920;
    H. v. d. Grubens Reise- u. Pilgerbuch 1435-67, hrsg. v. M. v. Diesbach, in: Archiv d. Hist. Ver. d. Kantons Bern 14, 1894.

  • Portraits

    Stich v. J. F. Borgnet (Bibl. nat., Paris).

  • Autor/in

    Christoph von Steiger
  • Empfohlene Zitierweise

    Steiger, Christoph von, "Diesbach, Nikolaus von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 658 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135743737.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA