Lebensdaten
1480 bis um 1550
Beruf/Funktion
Dichter
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 139270213 | OGND | VIAF: 100557781
Namensvarianten
  • Casteleyn, Mathys de
  • Castelein, Matthijs de
  • Casteleyn, Matthijs de
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Casteleyn, Mathys de, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139270213.html [09.08.2020].

CC0

  • Leben

    Casteleyn: Mathys de C., ein hervorragender Rederyker. Er lebte zu Oudenaerde etwa von 1480 bis 1550 und war Priester und apostolischer Notar. Als Factor der Kammer Pax vobiscum war er der unentbehrliche Gelegenheitsdichter und Festordner seiner Vaterstadt. In seiner „Conste van Rhetorycken“, die über das Wesen der Rederykerdichtung — Reimkünste bei holperndem Versbau, nüchterne Allegorie in pomphafte Worte gekleidet — hinreichenden Aufschluß gibt, zählt er seine dramatischen Werke auf: 36 Esbatementen (Komödien), 38 Tafelspelen, deren einige gedruckt seien, 12 stehende Spelen van Zinne (allegorische Dramen), 30 Waghenspelen (auf vorüberziehenden Wagen dargestellt). Im Drucke erhalten scheinen nur einige lyrische Gedichte, die Balladen „van Doornycke“ und die „Historie van Pyramus ende Thisbe“, mit der Rhetorikkunst zusammen gedruckt zu Gent 1555 und Rotterdam 1612. An letzterem Orte erschienen auch 1616 „Diversche Liedekens“ von M. de C. Vgl. über ihn besonders Jonckbloet, Gesch. der nl. Letterkunde (2. Aufl.), p. 312 ss.

  • Autor/in

    Martin.
  • Empfohlene Zitierweise

    Martin, "Casteleyn, Mathys de" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 62 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139270213.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA