Lebensdaten
1842 bis 1930
Geburtsort
Süchteln
Sterbeort
Krefeld
Beruf/Funktion
Samtfabrikant
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135736781 | OGND | VIAF: 15995262
Namensvarianten
  • Deussen, Friedrich Wilhelm
  • Deussen, Wilhelm
  • Deussen, Friedrich Wilhelm

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Zitierweise

Deussen, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135736781.html [10.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Peter Wilh. (1801–82), Samtfabrikant in Süchteln, S des Wilhelm, Kaufm. in Süchteln, u. der Anna Mechtild Metzges aus TuchindustriellenFam. in Geldern;
    M Marianne (1822–92), T des Paul Jac. Preyer, Kaufm. in Viersen, aus niederrheinischer TextilindustriellenFam.; Tante väterlicherseits Julie (⚭ Frdr. Frhr. v. Diergardt [ 1869], Textilindustrieller, s. NDB III);
    Bonn 1878 Eugenie Theodore (1853–1945), T des Hauptmanns August Würst u. der Bertha Gelindtmann;
    2 S, 1 T, u. a. Hans Aug. Emil (* 1882), Besitzer u. Geschäftsführer der (bald liquidierten) väterlichen Samtfabrik.

  • Leben

    D. verlegte 1877 die väterliche Samtfabrik von Süchteln nach Krefeld und führte sie hier unter seinem Namen weiter. Die Krefelder Industrie war damals einseitig auf Seide und Seidensamt eingestellt und als typische Modeindustrie stets ernstlich von verheerender Arbeitslosigkeit bedroht. Hier Abhilfe zu schaffen, war das dringendste Anliegen der Krefelder Handels-Kammer, in der D. seit 1894 als stellvertretender Vorsitzender, 1907 bis 1923 als Vorsitzender tätig war. Er bemühte sich mit Heinrich Seyffardt und anderen erfolgreich um die Entstehung der „Crefelder Baumwollspinnerei AG“, welche die Krefelder Samtfabriken vom Garnbezug aus dem Mönchengladbach-Rheydter Bezirk unabhängig machen sollte, und einer Teppichfabrik in Krefeld; in der ersteren wurde er 1921 Aufsichtsratsvorsitzender. Seine Pläne gingen aber über den textilen Sektor hinaus. Die Entwicklung wurde dadurch gefördert, daß der Steinkohlenbergbau im Begriff war, auf den linken Niederrhein überzugreifen, und auch die Großeisenindustrie sich im Krefelder Bezirk niederließ. Im Zusammenhang damit stand der Bau des Krefelder Rheinhafens, für den sich D. stark einsetzte; er wurde 1903-06 durchgeführt. Weitergehende Pläne zielten auf den Bau eines von Krefeld ausgehenden Rhein-Maas-Schelde-Kanals mit dem westlichen Endpunkt Antwerpen ab; sie sind heute noch nicht verwirklicht, stehen aber noch zur Erörterung. D. hat auch in zahlreichen anderen Ehrenämtern gewirkt und für seine selbstlose Tätigkeit in öffentlichem Interesse mannigfache Ehrungen erfahren. - GKR.

  • Literatur

    Die Industrie- u. Handelskammer zu Krefeld 1804-1929, 1929 (P).

  • Autor/in

    Walther Risler
  • Empfohlene Zitierweise

    Risler, Walther, "Deussen, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 622 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135736781.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA