Lebensdaten
1929 – 1983
Geburtsort
Solingen
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Industriemanager ; Führungskraft
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139237216 | OGND | VIAF: 100528278
Namensvarianten
  • Prinz, Gerhard

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Zitierweise

Prinz, Gerhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139237216.html [20.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    Aus Solinger Fabrikantenfam.;
    V Albert (1886–1966), S d. Carl Friedrich (1857–1935), gründete 1907 d. Carl Prinz AG f. Metall waren, Solingen-Wald, Mitgründer d. Kronprinz AG Solingen-Ohlings;
    M Welly (* 1895), T d. Carl Thomas, Kaufm.;
    1) Elisabeth Schugt, 2) Renate Ebner;
    6 K.

  • Biographie

    Nach der Reifeprüfung 1949 in Solingen studierte P. Rechtswissenschaft sowie Volksund Betriebswirtschaft an den Universitäten Köln und Marburg. Seine juristischen Staatsexamina legte er 1952 und 1956 ab. 1954 promoviert, bewarb er sich nach kurzer Tätigkeit in einem Anwaltsbüro und Notariat als Volontär bei der deutschen Stahlindustrie. Nach einjährigem Volontariat wurde P. 1960 Assistent bei einem geschäftsführenden Vorstandsmitglied der „Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie“ und arbeitete 1960-62 in gleicher Funktion bei Gerhard Schröder, Vorstandssprecher der „Klöckner-Werke AG“ in Duisburg. Aus der Grundstoffindustrie wechselte P. dann in die Weiterverarbeitung. 1962 wurde er leitender Angestellter der „Brown, Boverie & Cie AG“ in Mannheim (seit 1964 Prokurist) und war dort mit der kaufmännischen Leitung eines Werks und später eines Geschäftsbereichs betraut. 1967-73 gehörte er der „Volkswagen AG“ an, davon 5 Jahre als Vorstandsmitglied mit dem Ressort in- und ausländische Beteiligungen. 1972 wurde P. unter Beibehaltung seiner Vorstandsaufgaben im Volkswagenwerk Vorstandsvorsitzender der „Audi NSU Auto-Union AG“. 1974 wurde er in den Vorstand der Daimler-Benz AG berufen mit Zuständigkeit für Einkauf und Materialwirtschaft.

    Ende 1979 übernahm P. die Nachfolge des langjährigen Vorstandsvorsitzenden von Daimler-Benz, Joachim Zahn (1914-2002), und verwaltete gleichzeitig das Ressort für strategische Unternehmensplanung. Zu P.s Aquisitionen für Daimler-Benz gehörten u. a. „Euclid“, Anbieter von Schwerst- und Bergbau-Lastkraftwagen im Anwendungsbereich Großbaustellen und Minen, sowie „Freightliner“ (Vertragsabschluß 1981) als amerik. Lastwagenhersteller, womit das Unternehmen erfolgreich in den amerik. Lastwagenmarkt einstieg. Mit den PKW-Typen 190 und 190 E (W 201) präsentierte Daimler-Benz 1982 erstmals seit Beginn der Nachkriegsproduktion ein Fahrzeug der Kompaktklasse und ergänzte das Pkw-Verkaufsprogramm neben der Mittelklasse und der S-Klasse um eine dritte Baureihe, die sich als großer Verkaufserfolg erwies. Trotz konjunktureller Schwankungen gelang es P., Daimler-Benz auf einem stabilen Wachstumskurs zu halten. Mit 38,095 Mrd. DM Jahresumsatz war das Unternehmen 1982 einer der ertragsstärksten Automobilhersteller.|

  • Auszeichnungen

    Aufsichtsratmitgl. u. a. d. Mannesmann AG, d. Bertelsmann AG u. d. Frankfurter Versicherungs-AG;
    Gesellschafter b. Klöckner &
    Co. u. d. Carl Prinz AG in Solingen (hier auch Aufsichtsratsvors.);
    Mitgl. d. Außenwirtsch.beirates d. Bundesmin. f. Wirtschaft.

  • Werke

    u. a. Unsere Chance liegt im internal. Wettbewerb: Das Bsp. Automobilind., 1984;
    Mit kalkuliertem Mut, Interview, 1980;
    Wirtsch. im Wandel: Veränderte Voraussetzungen u. Aufgaben f. unternehmer. Handeln?, Vortrag, 1980;
    Rede z. Eröffnung d. Daimler-Benz-Ausst., 1983.

  • Literatur

    Munzinger.

  • Autor/in

    Harry Niemann
  • Zitierweise

    Niemann, Harry, "Prinz, Gerhard" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 729-730 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139237216.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA