Lebensdaten
erwähnt 1090, gestorben 1103
Sterbeort
im Exil in Frankreich
Beruf/Funktion
Bischof von Metz
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 139286284 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Burchard
  • Burchard I.
  • Poppo von Metz
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Poppo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139286284.html [15.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. pfalzgräfl. Haus Lothringen;
    B Pfalzgf. Heinrich II. ( 1095), Gründer v. Maria Laach.

  • Leben

    P., über den die Quellen nur spärlich fließen, wurde von den Metzer Klerikern wohl bald nach dem Tod ihres gregorianisch gesinnten Bf. Hermann (4.5.1090) ohne Konsultierung Ks. Heinrichs IV., der bereits nach Italien aufgebrochen war, gewählt. Seine Herkunft sowie die Tatsache, daß er sich zuvor als Trierer Dompropst keineswegs im gregorianischen Sinne profiliert hatte, legen es nahe, daß die Metzer Wähler einen Elekten präsentieren wollten, der auch die Anerkennung des Kaisers hätte finden können. Auch das erste Schreiben Papst Urbans II. in dieser Angelegenheit zeigt, daß P. nicht einfach als Gregorianer eingestuft werden darf. Erst als der Italienzug Heinrichs IV. 1092/93 scheiterte, klärte sich P.s Haltung im propäpstl. Sinne; er ließ sich im März 1093 in Metz durch den streng gregorianisch gesinnten Ebf. Hugo von Lyon ( 1106) mit päpstl. Einwilligung weihen und kündigte noch im selben Jahr zusammen mit den Bischöfen Pibo von Toul ( 1107) und Richer von Verdun ( 1107) dem kaisertreuen Trierer Metropoliten Egilbert ( 1101) den Gehorsam auf. Für sein anschließend am Geist der Reform orientiertes Wirken im Innern seiner Diözese blieben ihm indes nur wenige Jahre, da ihm der 1097 aus Italien zurückgekehrte Kaiser spätestens damals in Adalbero (abgesetzt 1117, nach 1119) einen Gegenbischof entgegenstellte, vor dem P. wenig später aus Metz ins Exil nach Frankreich weichen mußte.

  • Literatur

    G. Meyer v. Knonau, Jbb. d. Dt. Reiches unter Heinrich IV. u. Heinrich V., IV-V, 1903-04;
    H.-D. Wenzel, Das Bistum Metz während d. Investiturstreites, Diss. Frankfurt 1951 (ungedr);
    F.-J. Heyen, Simeon u. Burchard-Poppo, in: FS J. Fleckenstein, 1984, S. 195-205;
    M. Parisse, L'évêque imperial dans son diocèse, ebd., S. 179-193;
    ders., L'évêque d'empire au XIe siècle, in: Cahiers de Civilisation Médiévale 27, 1984, S. 95-105;
    F.-R. Erkens, Die Trierer Kirchenprov. im Investiturstreit, 1987.

  • Autor/in

    Herbert Zielinski
  • Empfohlene Zitierweise

    Zielinski, Herbert, "Poppo" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 630 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139286284.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA