Lebensdaten
1924 bis 1995
Geburtsort
Pöcking/Starnberger See
Sterbeort
Graz
Beruf/Funktion
Botaniker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 139984186 | OGND | VIAF: 93337766
Namensvarianten
  • Poelt, Joseph
  • Poelt, Josef
  • Poelt, J.

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Zitierweise

Poelt, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139984186.html [26.02.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Klement, Bauer u. Gastwirt;
    M Maria Reff;
    1959 Christa Meilhammer ( 1976);
    2 T.

  • Leben

    P. besuchte in München das Gymnasium und studierte nach Militärdienst und Kriegsgefangenschaft (1943–46) Biologie an der Univ. München. 1950 erfolgte bei Karl Suessenguth die Promotion zum Dr. rer. nat. mit einer Dissertation über die Moosvegetation im Gebiet des Starnberger Sees. 1950-53 war P. Assistent am Botanischen Garten in München, 1959 habilitierte er sich für das Fach Botanik (Die lobalen Arten d. Flechtengattung Lecanora in d. Holarktis, 1958). 1954-65 war P. Konservator und Leiter der Kryptogamenabteilung der Botanischen Staatssammlung in München. 1965 übernahm er den Lehrstuhl für Systematische Botanik an der FU Berlin, 1972 den Lehrstuhl für Botanik und die Leitung des Botanischen Gartens der Univ. Graz.

    P. hat als vielseitiger Forscher und Universitätslehrer die neuere Geschichte der Flechtenforschung, insbesondere die der Systematik der Flechten, entscheidend geprägt. Darüber hinaus umspannten seine Forschungen fast das Gesamtgebiet der Systematik der Pflanzen, insbesondere der Pilze und Moose, aber auch Bereiche der Blütenpflanzen. P.s Hauptwerk ist der „Bestimmungsschlüssel europ. Flechten“ (1969, erw. 1977, 1981) mit der Beschreibung von 1100 Sippen aus 108 Flechten-Gattungen, ein Basiswerk für alle europ. Flechtenforscher. Ferner begründete er das Exsiccadenwerk „Lichenes Alpinum“ (1956) und war die treibende Kraft bei der Gründung der bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft in Mitteleuropa mit dem Organ „Herzogia“ (Berlin 1968). Zahlreiche längere Reisen zur Aufsammlung von Flechten und Pilzen führten P. u. a. nach Lappland (1953), Nepal (1962), Venezuela (1969), Brasilien und Chile (1979), Westgrönland (1983), Mexiko (1987), Feuerland (1989) und Pakistan (1991).|

  • Auszeichnungen

    Ehrenmitgl. zahlr. ausländ. botan. Vereinigungen, u. a. d. Linnean Soc. of London;
    korr. Mitgl. d. Bayer. (1982) u. Österr. Ak. d. Wiss. (1988);
    Silberne u. Goldene Acharius-Medaille d. Internat. Association of Lychnology (1994).

  • Werke

    322 Btrr. in Fachzss.

  • Literatur

    O. Kandler u. H. Ziegler, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1995, S. 269-71 (P);
    Herzynea 11, 1995, S. V-XIV (P);
    F. Ehrendorfer, in: Alm. d. Österr. Ak. d. Wiss. 146, 1995/96, S. 407-13 (P);
    Berr. d. Bayer. Botan. Ges. z. Erforsch. d. heim. Flora, 66/67, 1996, S. 327-18 (W-Verz.).

  • Autor/in

    Otto Kandler
  • Empfohlene Zitierweise

    Kandler, Otto, "Poelt, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 564 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139984186.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA