Lebensdaten
erwähnt 1470 oder 1495
Beruf/Funktion
Drucker ; Buchführer ; Buchdrucker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137703872 | OGND | VIAF: 81852939
Namensvarianten
  • Pfister, Friedrich
  • Pfisther, Friedrich

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Pfister, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137703872.html [10.08.2022].

CC0

  • Biographie

    Pfister: Friedrich P., der Sohn des berühmten Bamberger Druckers Albrecht P., wirkte in Regensburg als Buchdrucker und Buchführer, wo er 1487 als Bürger der Stadt genannt wird. Das künstliche Druckwerk, welches den Titel führt: „Diß buch ist genannt die vier vnd tzwenzig alten oder der guldin tron gesetzet von bruder Otten von passowe“ (s. A. D. B. XXIV, 741), ohne Angabe des Ortes und der Jahrzahl mit 26 Holzschnitten, trägt Albrecht Pfister's Zeichen, hat jedoch andere Typen, und scheint aus der Presse Friedrich Pfister's (häufig irrthümlich Sebastian genannt) 1470 hervorgegangen zu sein. Er war, gleich seinem Vater, ein thätiger Geschäftsmann und hatte schon zu des Fürstbischof Heinrich von Absberg's Zeiten für die Regensburger Diöcese Taufbücher gedruckt. Er beabsichtigte auch große Gebetbücher zu drucken, doch erhielt er nicht nur hierzu keine Genehmigung, sondern es wurde sogar 1495 sein „Diurnale“ den Geistlichen zu kaufen verboten, so daß sich der Rath seines Mitbürgers anzunehmen genöthigt sah. Nach Friedrich Pfister's Tod ging seine Druckerei an seinen Sohn Hans über. Aus seiner Officin sind zwei kostbare Druckwerke bekannt: „Primum mandatum D. Johnis Administratoris de disciplina clericorum“ von 1508 und „Constitutio Joan. admin. resuarios nec non collationem pro redemtione bellae papalis concessae concernens“. Die Aeußerung in einem behördlichen Schreiben von 1519, es befände sich derzeit keine Druckerei in Regensburg, läßt vermuthen, daß P. damals gestorben oder weggezogen war.

    • Literatur

      Vgl. Pangkofer und Schuegraf, Geschichte der Buchdruckerkunst in Regensburg. Regensburg 1840, S. 24, 25. etc.

  • Autor/in

    J. Braun.
  • Zitierweise

    Braun, J., "Pfister, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 25 (1887), S. 794 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137703872.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA