Lebensdaten
1851 bis 1923
Geburtsort
Schönefeld bei Leipzig
Sterbeort
Braunsdorf bei Tharandt
Beruf/Funktion
Politiker ; Landwirt
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 137203276 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Andrä, Gottfried Georg
  • Andrä, G.
  • Andrä, Georg

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Andrä, Gottfried Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137203276.html [26.04.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus Bauernfamilie; Vorfahr Christoph Andreae, Ende des 30jährigen Krieges Lehnrichter zu Marbach bei Dorf-Schellenberg, danach mehrere Generationen in Pulsitz bei Ostrau ansässig;
    V Friedrich Ferdinand Andrä, Rittergutspächter;
    M Henriette Alwine, T des Johann Gottfried Herre, Ökonomieverwalter in Thossfell, und der Susanne Friedericke Hecht aus Roitzsch;
    Gvv Johann Gottlieb Andrä, Gutsbesitzer zu Tronitz bei Dobeln;
    Gmv Eva Marie Seifert aus Casabra bei Oschatz;
    Dresden 15.11.1677 Anna Elisabeth, T des Gutsbesitzers Robert Albert Friedrich Clauss und der Emilie Friederike geborene Clauss in Lesten bei Krögis; kinderlos: 2 Adoptiv-T.

  • Leben

    A. war nach landwirtschaftlicher Ausbildung zuerst als Verwalter größerer Güter tätig, 1877 Pächter, 1890 auch Besitzer des Rittergutes Braunsdorf bei Tharandt. Als Pachtungen kamen noch die Güter Limbach und Wilsdruff hinzu. A. hat große Verdienste um die Einführung von Verbesserungen, insbesondere|neuen Bewirtschaftungsmethoden, in der sächsischen Landwirtschaft. Sein eigenes Gut konnte als Muster- und Versuchsgut gelten. Während des ersten Weltkrieges war er bemüht, eine Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge durch bessere Stickstoffverwertung zu ermöglichen. Besonders hat sich A. um den Ausbau der landwirtschaftlichen Fachschulen sowie des Genossenschafts- und Versicherungswesens gekümmert. Er bekleidete hohe Ämter in landwirtschaftlichen Organisationen und öffentlichen Körperschaften; 1922 wurde er Vorsitzender des sächsischen Landeskulturrats. A. war konservatives Mitglied der sächsischen 2. Kammer.

  • Werke

    Was hat d. Landwirt beim Ankauf od. b. Erpachtung eines Gutes z. berücksichtigen?, 1886; Einige Dünger- u. Düngungsfragen, 1887; Die Waldblatterbse (Lathyrus silvestris), ihr Anbau u. ihre Verwertung als Futter f. Milchvieh, 1902; Ber. üb. d. in d. Kriegsjahren 1915/16 auf Veranlassung d. ständigen Ausschusses d. Landeskulturrates f. d. Kgr. Sachsen auf d. Rittergute Braunsdorf ausgeführten Versuche üb. Gewinnung, Behandlung u. Anwendung d. Jauche, in: Arbb. aus d. Gebiet d. sächs. Landwirtschaft, H. 1, 1916 (mit J. Vogel); Mittel z. Selbständigmachung d. dt. Landwirtschaft, ebenda, H. 3, 1917; Aufsätze in: Sächs. Landwirtschaftl. Ztschr.

  • Literatur

    H. Höfer, G. A., in: Sächs. Lb. I, 1930;
    Dem Gedächtnis v. Geh. Ökonomierat Dr. h. c. G. A., in: Sächs. Landwirtschaftl. Ztschr., 71, 1923, S. 187.

  • Autor

    Erich Dittrich
  • Empfohlene Zitierweise

    Dittrich, Erich, "Andrä, Gottfried Georg" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 273 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137203276.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA