Lebensdaten
1679 bis 1729
Geburtsort
Konitz
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 100092705 | OGND | VIAF: 22478456
Namensvarianten
  • Coschwitz, Georg David
  • Coschwitz, Georg Daniel
  • Coschwitius, Georgius Daniel
  • mehr

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Zitierweise

Coschwitz, Georg David, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100092705.html [28.11.2020].

CC0

  • Leben

    Coschwitz: Georg David C., Arzt, 1679 in Konitz geb., hatte in Halle, besonders im Anschlusse an Stahl, Medicin studirt; mit großem Eifer wandte er sich dem Studium der Anatomie zu, begründete, nachdem er, vor seinem, übrigens viel tüchtigeren Collegen und Rivalen Baß bevorzugt, zum Professor der Botanik und Anatomie ernannt worden war, daselbst auf eigene Kosten ein anatomisches Theater, das in Halle bisher gefehlt hatte, und starb daselbst|1729. — Die litterarische Thätigkeit Coschwitz' ist eine beschränkte und unbedeutende geblieben; außer einigen kleinen chirurgischen und geburtshülflichen Gelegenheitsschriften (vgl. Haller, Bibl. chir. II. 77) hat er nur eine Arbeit über einen von ihm entdeckten Speichelgang ("Ductus salivalis novus per glandulas maxillares, sublinguales linguamque excurrens“, 1724 und „Continuatio observ. de ductu salivali“, 1729), eine Entdeckung, die zu einem lebhaften Streite zwischen ihm einer- und Duvernoy und Haller anderseits geführt und sich als grober Irrthum herausgestellt hat, und eine physiologisch-pathologische Arbeit über den menschlichen Organismus ("Organismus et mechanismus in homine vivo obvius etc. Consideratio physiol.“, 1725. „Consideratio patnol.“, 1728) veröffentlicht, einen conciliatorischen Versuch zwischen animistischen und iatromechanischen Principien, der reich an anatomischen und physiologischen Irrthümern ist. — C. theilt das Schicksal fast aller Schüler Stahl's, großen Eifer mit unbedeutenden Geistesanlagen verbunden zu haben.

  • Autor/in

    A. Hirsch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hirsch, August, "Coschwitz, Georg David" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 511-512 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100092705.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA