Dates of Life
1813 - 1868
Occupation
Professor der praktischen Theologie in Königsberg
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 117700215 | OGND | VIAF: 22925548
Alternate Names
  • Cosack, Carl Johann
  • Cosack, Karl Johann
  • Cosack, Carl Johann
  • more

Archival Sources

Relations

Outbound Links from this Person

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Cosack, Karl Johann, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117700215.html [10.05.2021].

CC0

  • Life

    Cosack: Karl Johann C., evangelischer Theolog, geb. 27. Septbr. 1813 in Marienburg in Westpreußen, wo sein Vater Bürgermeister war, 31. Octbr. 1868 in Halle. Seine Schulbildung erhielt er in Danzig, wohin sein Vater 1819 versetzt war, und wo die Familie herstammte. Vom J. 1834—37 widmete er sich dem Studium der Theologie in Berlin und Halle. An letzterem Orte hat namentlich Tholuck bleibenden Einfluß auf ihn gewonnen. Nachdem er verschiedene geistliche Aemter (Gefängnißprediger in Graudenz 1840, Pfarrer in Schloppe in Westpreußen 1841, Militärprediger in Königsberg 1846, in Rastatt 1850, Trier, Stettin 1851 verwaltet hatte, ward er im J. 1852 zum Pfarrer an der Löbenicht'schen Gemeinde in Königsberg, einer Hauptstelle in dieser Stadt ernannt und ihm zugleich die durch die Versetzung des Professors Lehnerdt vacant gewordene Professur der praktischen Theologie an der Königsberger Universität übertragen. Schon die schnelle Beförderung in diese verschiedenen Aemter war ein Beweis, wie sehr seine Vorgesetzten ein günstiges Urtheil über seine Befähigung dazu gewonnen hatten. Dies bewährte sich auch in der kurzen Zeit, in der es ihm vergönnt war, das ihm zugewiesene Doppelamt eines praktischen Geistlichen und akademischen Lehrer zu führen. In seiner Gemeinde gewann er bald einen großen Kreis von Anhängern und seine Vorlesungen an der Universität erwarben ihm dankbare Schüler. Bei der außerordentlichen Geschäftsüberladung in seinem nächsten Berufsleben konnte er nur wenig Zeit auf wissenschaftliche Arbeiten verwenden. Doch gelang es ihm schon 1861, ein werthvolles Werk über „Paul Speratus' Leben und Lieder“ herauszugeben, eine Frucht mühevoller Studien auf dem Königsberger Archiv. Später beschäftigte ihn eine Geschichte der evangelischen ascetischen Litteratur in Deutschland, wozu er reichhaltige Sammlungen und Studien gemacht hat. Leider wurde sein hoffnungsvolles Leben durch ein schmerzhaftes Halsleiden, das er sich im J. 1866 zugezogen, frühzeitig abgebrochen. Aus dem Nachlaß des verstorbenen hat Prof. Dr. Weiß in Kiel eine Sammlung einzelner Abhandlungen zur Geschichte der evangelischen ascetischen Litteratur in Deutschland 1871 herausgegeben, und in der Vorrede eine ausführliche Lebensgeschichte des Verfassers hinzugefügt.

  • Author

    Erbkam.
  • Citation

    Erbkam, Wilhelm Heinrich, "Cosack, Karl Johann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 511 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117700215.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA