Lebensdaten
1647 bis 1717
Geburtsort
Neustadt (Sachsen)
Sterbeort
Neustadt (Sachsen)
Beruf/Funktion
Liedersammler
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 13618748X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Klöde, Christian (ursprünglich)
  • Clodius, Christian
  • Klöde, Christian (ursprünglich)
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Zitierweise

Clodius, Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13618748X.html [25.02.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. (1603–85), Diakon;
    M Sabina; Bruder Joh., Superintendent in Großenhain;
    26.11.1689 Anna Maria Krumbholz;
    5 K, u. a. Christian s. Genealogie (2), Rektor in Annaberg, dann in Zwickau; Neffe (Sohn v. Joh.) Johann Christian (1676–1745), seit 1724 Prof. der arabischen Sprache in Leipzig, bes. Kenner des Vulgärarabischen (Theoria et praxis linguae arabicae, Leipzig 1729, Lex. hebraicum selectum, Leipzig 1744, s. ADB IV);
    E Christian Aug. s. (2).

  • Leben

    C. studierte 1665-69 in Leipzig und war hier Vorsteher einer studentischen Tischgenossenschaft. Seine handschriftliche Liedersammlung von 1669 (ehemals Preußische Staatsbibliothek Berlin, Manuskript Germ. oct. 231) stellt vermutlich das Repertoire dieses Kreises dar. Nachdem C. seit 1669 als Lehrer in Neustadt gewirkt hatte, wurde er 1675 Rektor der Stadtschule. Sein Liederbuch enthält 91 textierte und größtenteils begleitete Sololieder sowie 18 Texte, davon 12 mit Melodiehinweisen. Dadurch unterscheidet es sich von mehreren reinen Textsammlungen der Zeit. Darin liegt auch zu einem Teil die Bedeutung des Liederbuches, dessen Melodien zudem an Qualität höher stehen als die Texte. Manches minderwertige, wenn auch spezifisch studentische Gedicht befindet sich darunter. Zum anderen liegt die Bedeutung der Sammlung darin, daß C. sich weniger auf das zeitgenössische Schaffen als auf die Werke von Liedkomponisten aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts und die Volksliedüberlieferung gestützt hat. Er nimmt damit eine betont retrospektive Haltung zu einer Zeit ein, da die Opernarie bereits das Sololied zu durchsetzen und zu verdrängen begann.

  • Literatur

    W. Nießen, Das Liederbuch d. Leipziger Studenten C. v. J. 1669, Diss. Berlin 1891;
    ders., Das Liederbuch d. Leipziger Studenten C., in: Vjschr. f. Musikwiss. 7, 1891 (mit Ausg. v. 26 Liedern);
    E. K. Blümml, Zwei Leipziger Lieder-Hss. d. 17. Jh., in: Teutonia, Arbb. z. germ. Philol., H. 10, 1910;
    H. Kretzschmar, Gesch. d. neuen dt. Liedes, 1911;
    J. M. Müller-Blattau, Das dt. Volkslied, 1932;
    K. Gudewill, in: MGG.

  • Autor/in

    Kurt Gudewill
  • Empfohlene Zitierweise

    Gudewill, Kurt, "Clodius, Christian" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 292 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13618748X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA