Lebensdaten
1878 bis 1943
Geburtsort
Geisenheim (Nassau)
Sterbeort
Berlin (Luftangriff)
Beruf/Funktion
Bibliothekar
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118980181 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Christ, Karl
  • Christ, Carl

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Zitierweise

Christ, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118980181.html [21.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1839–1923), Gutsbesitzer in Geisenheim, B v. Wilh. s. (2);
    M Elis., T des Ant. Jos. Holzbeck, Gutsbesitzer u. Wirt in Geisenheim, u. der Elis. Walter;
    Hildegard Getschmann (ev.).

  • Leben

    Eine elementare Anlage zur Wissenschaft drängte über zunächst unzureichende Schulausbildung und landwirtschaftliche Tätigkeit zu autodidaktisch vorbereitetem Abiturium und nachfolgend neusprachlichem Studium in Straßburg, Bonn und London, das 1905 mit der Promotion über ein anglistisches Thema abgeschlossen wurde. Einer bibliothekarischen Ausbildung folgten fruchtbare, durch das Vorbild Franz Ehrles bestimmte. Arbeitsjahre am Preußischen Historischen Institut in Rom (1910–14), danach in der Preußischen Staatsbibliothek (1914–21, Titularprofessor 1919). Direktorenjahre an der Universitätsbibliothek Halle (1921–27) und der Staats- und Universitätsbibliothek Breslau (1927–32) zeigten den Wissenschaftler als vielseitigen, tatkräftigen Verwaltungsmann sowie als Begründer bibliothekswissenschaftlicher Vorlesungen. Als Direktor der Handschriftenabteilung der Preußischen Staatsbibliothek (1932–43) erreichte C., persönlich von größter Zurückhaltung, die Höhe seiner wissenschaftlichen Leistung als „der beste Kenner der Bibliotheken des Mittelalters“ (Leyh). Die Bestände der Abteilung vermehrte er mit klugem wissenschaftlichem Urteil, nach außen maßgebend beteiligt an der Planung des „Verzeichnisses der Handschriften im Deutschen Reich“. Seine wissenschaftlichen|Arbeiten, in deren weitgestecktem Feld zunächst die Romanistik dominierte, galten sämtlich den mittelalterlichen Handschriften, sowie der Buch- und Bibliotheksgeschichte des Mittelalters. Sie mündeten in die Mitarbeit an der Ekkehart-Ausgabe und die grundlegende Darstellung der mittelalterlichen Bibliotheken im „Handbuch der Bibliothekswissenschaft“. Streng auf die Erforschung des Tatsächlichen gerichtet, sind sie von bleibendem Wert durch ihre den Gegenstand bis zum letzten ausschöpfende Akribie, die von einem ausgezeichneten Blick für das Wesentliche geleitet wurde.

  • Werke

    Verz. bis 1938 in: Jber. d. Preuß. Staatsbibl. 1932-38;
    Ausw. bis 1940 in: Kürschner, Gel.-Kal., 1931, 1940/41;
    Ma.Bibl.ordnungen f. Frauenklöster, in: Zbl. f. Bibl.wesen 1942;
    In caput quadragesimae, ebenda 1943;
    Bibl.gesch. d. MA …, ebenda 1947.

  • Literatur

    Chron. d. Preuß. Vereinigten Frdr.Univ. Halle-Wittenberg 1916/26, 1926/27, 1927/28;
    Jber. d. Staats- u. Univ.Bibl. Breslau, 1931;
    Jber. d. Preuß. Staatsbibl. 1932-38;
    Jb. d. Dt. Bibl. 31, 1940, S. 121;
    G. Leyh, in: Libri 1, 1950, S. 71;
    Rhdb. I, S. 267 (P).

  • Portraits

    P-Slg. d. Staatsbibl. Berlin.

  • Autor/in

    Ludwig Denecke
  • Empfohlene Zitierweise

    Denecke, Ludwig, "Christ, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 215 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118980181.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA