Lebensdaten
um 1605 bis 1673
Geburtsort
Schleswig
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 140042091 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Cassius, Andreas
  • Kassius, Andreas

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Zitierweise

Cassius, Andreas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140042091.html [23.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Christian Andr. (um 1563-1618), Advokat in Schleswig, Kanzleisekretär in der gottorfischen Verwaltung;
    M Sophia Vesteria aus Flensburg;
    B Christian (1609–76), GR u. Kanzleidirektor des Bischofs von Lübeck in Eutin (s. ADB IV);
    1) Hamburg 8.7.1637 Catharina (1612–1641), T des Brauhausbesitzers Lucas Willers u. der Barbara Löring, 2) Hamburg 1642 Gertr. (1620-88), T des Diakonus u. Mag. Nic. Staphorst (1577–1642) zu St. Petri in Hamburg u. der Ursula Schelhammer (1581–1624, T des luth. Theol. Mag. Joh. Schelhammer [1540–1620] in Quedlinburg, Goslar u. Hamburg [s. ADB XXXIV]);
    2 S, 2 T aus 2), u. a. Andr. (* 1645, um 1700, Lübeck 1681 Agneta [ 1682), T des Ratsherrn Joh. Fischer [ 1680]), Arzt in Lübeck, Verfasser v. „De triumviratu intestinali cum suis effervescentiis“ u. „De extremo illo et perfectissimo naturae opificio ac praecipue terrenorum sidere, auro, et admiranda ejus natura“, Hamburg 1685 (s. BLÄ I, 1929); Verwandter Kirchenhistoriker Nic. Staphorst (1679–1731), Prediger an St. Johannis in Hamburg, der Schelhammer's Schriften gegen die Calvinisten u. den Weigel'schen Mystizismus neu herausgab u. eine Hamburger Kirchengeschichte veröffentlichte (s. ADB XXXV).

  • Leben

    C. studierte in Leiden, wurde dort 1632 Dr. med., ließ sich in Hamburg als Arzt nieder und wurde später Leibarzt Herzog Johanns von Holstein und des Bischofs von Lübeck. Sein medizinisches Hauptwerk ist die „Disputatio inauguralis de miscellaneis medicis“. Merkwürdig ist ein von ihm empfohlenes Mittel gegen die Pest, eine Essenz aus Bezoar-Concretionen. Er betätigte sich auch als Alchemist und fand 1687 den nach ihm genannten Goldpurpur, einen Niederschlag mittels Zinnchlorürs und Sesquichlorürs in einer Lösung von Goldchlorid. Der C.sche Goldpurpur wird bei der Erzeugung von Rubinglas und in der Glas-, Email- und Porzellanmalerei viel verwendet. Mehrere medizinische und chemische Arbeiten von C. sind in den Miscellanea medico-chymica, praes. D. Geo. Mochingero (Leipzig 1629) vereinigt.

  • Literatur

    BLÄ I, 1929;
    Ferchl. - Zu S Andr.: Gernet Mitt. a. d. älteren Medizinalgesch. Hamburgs, 1869, S. 205;
    Schröder I, 1851.

  • Autor/in

    Gerhard Eis
  • Empfohlene Zitierweise

    Eis, Gerhard, "Cassius, Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 170 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140042091.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA