Lebensdaten
um 1613 – 1673
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 121424308 | OGND | VIAF: 52545302
Namensvarianten
  • Schrieck, Otto Marseus van
  • Schrieck, Otto Marseo van
  • Schrieck, Otto Marcelis van
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Schrieck, Otto Marcelis van, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121424308.html [21.04.2024].

CC0

  • Biographie

    Schrieck: Otto Marcelis oder Marseus van S. Sein eigentlicher Name war Marcelis, den er in Italien in Marseo und dann in Marseus veränderte und stammte aus Schrieck, wo man ihn um 1613 geboren werden läßt. Als Maler hat er sich einen besonderen Ruf dadurch erworben, daß er neben Pflanzen gerne Schlangen, Kröten, Frösche u. dergl. in vorzüglicher Art darstellte. Seine Bilder wurden sehr geschätzt, so in Frankreich, wohin er sich begab, von der Königin-Mutter, für die er arbeitete. Er ging dann nach Italien, hielt sich in Florenz und insbesondere in Rom längere Zeit auf. In letzterer Stadt erhielt er den Bentnamen „Snuffelaar“, weil er nach besonderen Thieren, wie Schlangen, Kröten, Insecten und fremden Gewächsen herumschnüffelte, um sie in seinen Bildern zu verwenden. In sein Vaterland zurückgekehrt, dürfte er Amsterdam zu seinem Wohnorte erwählt haben, da seine Wittwe zu erzählen wußte, der Maler hätte in der Nähe der Stadt zwischen Planken solche Thiere — seine Modelle — gehalten und selbst gefüttert. Im J. 1673 starb der Künstler. In öffentlichen Sammlungen kommen seine Bilder noch öfters vor. In Berlin war ein solches, doch ist es im neuen Katalog nicht mehr verzeichnet. Braunschweig besitzt ein treffliches Bild von seiner Hand, Dresden zwei und Schwerin gar acht. Die Thiere, Pilze und großblättrigen Pflanzen sind naturgetreu geschildert, wobei sich auch Farbensinn und gediegene Ausführung offenbaren.

    • Literatur

      Houbraken. — Immerzeel (Art. Marcelis). — Museumskataloge.

  • Autor/in

    Wessely.
  • Zitierweise

    Wessely, Joseph Eduard, "Schrieck, Otto Marcelis van" in: Allgemeine Deutsche Biographie 32 (1891), S. 498 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121424308.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA