Lebensdaten
1843 – 1928
Geburtsort
Tenniken (Kanton Basel-Land)
Sterbeort
Glarus
Beruf/Funktion
reformierter Theologe
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 135706750 | OGND | VIAF: 28296461
Namensvarianten
  • Buß, Ernst
  • Buss, Ernst

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Buß, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135706750.html [22.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Albr., Pfarrer in Tenniken, S des Joh. Christoph (1776–1855) aus Tübingen, Zeichen- u. Musiklehrer, seit 1800 b. Pestalozzi in Burgdorf u. Yverdon, seit 1805 städtischer Lehrer in Burgdorf, 1819-55 an der Literarschule u. Ak., dann an der Univ. in Bern, führte Pestalozzis Methode in den Zeichenunterricht ein („ABC der Anschauung“, 1808 [mit Pestalozzi]), u. der Susana Stähli aus Burgdorf;
    M Cath. Kutter aus Ravensberg;
    1870 Maria Christine (1847–1907), T des Christian Müller, Privatdozent der Chemie in Bern, u. der Maria Rooschütz;
    2 S, 1 T.

  • Biographie

    B. wirkte seit 1870 als Pfarrer in Lenk, 1875 in Zofingen, 1879 in Basel und 1880-1912 in Glarus. Angeregt vom Tübinger Religionshistoriker Rud. von Roth und vom Oxforder Sanskritisten Max Müller, begründete er eine neue Missionsmethode, die, über den konfessionellen und kirchlichen Parteien stehend, an den Wahrheitselementen der außerchristlichen Hochreligionen anknüpfen und auf wissenschaftlicher Grundlage den Austausch der religiösen Ideen zwischen der christlichen|und nichtchristlichen Welt anbahnen sollte. Seinen Anregungen ist die 1884 erfolgte Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins zu verdanken. B. gab 1886 mit anderen die weitverbreitete Glarner Bibel heraus und betätigte sich auch auf dem Gebiet der Schule, des Armenwesens, der Gemeinnützigkeit und Kunstpflege.

  • Werke

    Die christl. Mission, ihre prinzipielle Berechtigung u. prakt. Durchführung, 1876 (preisgekrönt v. d. Haager Ges. z. Verteidigung d. christl. Rel.);
    Das Armenhaus v. Glarus, 1855-1905, Glarus 1905;
    Die Kunst im Glarnerland v. d. ältesten Zeiten bis z. Gegenwart, 1920, ²1922;
    Zur Vorgesch. d. Allg. Ev.-Prot. Missionsver., in: Ostasien-Jb., 1924.

  • Literatur

    G. Heer, Die ev. Geistlichkeit d. Landes Glarus 1530-1900, Schwanden 1908, S. 63 f.;
    W. Luecken, 25 J. Allg. Ev.-Prot. Missionsver., 1908;
    O. Marbach, Chinas Not u. Japans Hoffnung, 1930, S. 49 f.;
    HBLS II (W, P);
    RGG;
    DBJ X (Tl. 1928, W, L). - Zu Gvv Joh. Christoph: O. Pupikofer, B., Schmid, Ramsauer, Tobler in ihrer Bedeutung f. d. Freihandzeichenunterricht, St. Gallen 1897, = Gesch. d. Freihandzeichenunterr. II;
    SKL I;
    Unterlagen v. Egon Kornmann, Starnberg (Obb.).

  • Autor/in

    Kurt Guggisberg
  • Zitierweise

    Guggisberg, Kurt, "Buß, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 71-72 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135706750.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA