Lebensdaten
um 1604 - 1673
Geburtsort
Driburg
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
kölnischer Kanzler ; Kanzler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135706734 | OGND | VIAF: 13534093
Namensvarianten
  • Buschmann, Peter von
  • Buschmann, Peter
  • Buschmann, Pether von
  • mehr

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Zitierweise

Buschmann, Peter von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135706734.html [28.07.2021].

CC0

  • Genealogie

    Aus ursprünglich Stader Ratsgeschlecht, das 1598 in den Reichsadel erhoben wurde;
    V Joh. v. B. ( 1630, ev., dann kath.), paderbornischer Hofrat, Amtmann zu Driburg, S des Dan. Jac. (1530–1611), 1590 Bgm. v. Stade (1605 abgesetzt), u. der Anna v. Aschenbroich;
    M Anna Clara v. Plettenberg-Herting; 1) Bonn 17.2.1631 Cath. ( 1633), T des Jak. Cramer, Dr. utr. jur., kurkölnischer Hofrat, u. der Elis. Reinhardt, 2) Köln 20.4.1637 Maria, T des Diederich Froehof u. der Cath. Wolff v. Mollendorf;
    2 S, 3 T, u. a. Cath. Magd. Ther. ( 1662 Andreas v. Franken-Sierstorpff [ 1707], Stadtgraf v. Köln).

  • Leben

    Zunächst Rat im Herzogtum Westfalen, seit 1632 Kanzler in Paderborn, wurde B. von|Ferdinand von Bayern, Kurfürsten von Köln und Fürstbischof von Münster, Paderborn, Hildesheim, im letzten Jahrzehnt des 30jährigen Krieges in zahlreichen diplomatischen Missionen verwandt und 1644 zum Friedenskongreß von Münster und Osnabrück gesandt, wo er als einer der unterrichtetsten und zähesten Vertreter der katholischen Reichsstände galt. 1648 zum Kanzler des kurkölnischen Geheimen Rats in Bonn berufen, erscheint B. auch unter Ferdinands Nachfolger Max Heinrich von Bayern neben den Brüdern Franz Egon und Wilhelm von Fürstenberg als einer der wichtigsten Faktoren der kölnischen Innen- und Außenpolitik. Den „fähigen und in Geschäften einflußreichen Mann“ haben die französischen Diplomaten auf Rat der Fürstenbergs durch finanzielle Angebote für sich zu gewinnen gesucht. An den Verhandlungen, die zum Abschluß des Rheinbundes führten, ist er beteiligt gewesen, doch scheint er in den letzten Jahren seines Lebens der von Paris diktierten Politik der Fürstenbergs am Niederrhein entgegengewirkt zu haben. Noch hat er 1671 bei der Bereinigung eines zwischen dem Kurfürsten und der Stadt Köln ausgebrochenen Streits mitgewirkt, während sein Name bei den der Vorbereitung des Angriffs gegen Holland dienenden Vertragschlüssen deutscher Fürsten mit Ludwig XIV. nicht mehr begegnet.

  • Literatur

    J. L. Walther, Universal-Register üb. d. sechs Theile d. Westphäl. Friedens-Handlungen u. Gesch., Göttingen 1740, S. 44/45, Reg., S. 87, 123 f.;
    Dipl.Vertr. I, S. 273-79;
    M. Braubach, Minister u. Kanzler, Konferenz u. Kabinett in Kurköln im 17. u. 18. Jh., in: Ann. d. Hist. Ver. f. d. Niederrhein 144/45, 1946/47, S. 145-49;
    ders., Aus d. Kirchenbüchern d. Pfarre St. Martin in Bonn, in: Bonner Gesch.bll. 4, 1950, S. 68.

  • Autor/in

    Max Braubach
  • Empfohlene Zitierweise

    Braubach, Max, "Buschmann, Peter von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 68 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135706734.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA