Lebensdaten
1772 bis 1822
Geburtsort
Ziebingen
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Kunstfreund
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117169005 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Burgsdorff, Wilhelm Friedrich Theodor Joachim von
  • Burgsdorf, Wilhelm von
  • Burgsdorff, Wilhelm von
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Zitierweise

Burgsdorff, Wilhelm von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117169005.html [06.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joach. Frdr. Ehrenreich, S des Karl Frdr. u. der Theodora Jakobäa v. Burgsdorff;
    M Charl. Albertine, T des Frdr. Otto Leop. Gf. Finck zu Finckenstein aus dem Hause Madlitz u. der Wilh. Dorothea Elis. v. Viereck;
    1) Klipphausen 1808 Ernestine v. Burgsdorff, 2) (Klein-?) Wolmsdorf 1822 Friederike Senfft v. Pilsach;
    4 T aus 1).

  • Leben

    B. besuchte das Basedowsche Philanthropinum in Dessau und das Friedrichsgymnasium auf dem Werder in Berlin (mit L. Tieck und Wackenroder), studierte ab 1791 mit ersterem in Halle und Göttingen und war 1795-96 Kammerreferendar in Berlin, wo er sich besonders mit Karoline von Humboldt und Rahel Levin, der Braut seines Vetters Karl von Finckenstein, anfreundete. Danach lebte er ganz seinen Neigungen im Verkehr mit Freunden und auf zahlreichen Reisen. Diese führten ihn unter anderem 1796 nach Karlsbad und Teplitz (Rahel), Dresden (Körners), Jena und Weimar (Humboldts, Schiller, Goethe), 1797-1800 nach Jena, Wien, Rastatt, Paris (mit Humboldts), Spanien und England, 1803 nach Böhmen und Süddeutschland (mit Tieck), 1810/11 nach Rom und 1817 nach England (mit Tieck). B., der mit vielen Persönlichkeiten der Romantik befreundet oder bekannt war und besonders die Brüder Tieck förderte, war eine dem Kunstgenuß lebende, rein rezeptive Natur und hat außer dem Tagebuch seiner ersten englischen Reise und seinen Briefen nichts hinterlassen.

  • Literatur

    ADB III;
    K. A. Varnhagen v. Ense, Gal. v. Bildnissen aus Rahels Umgang u. Briefwechsel, 1836;
    R. Köpke, Ludwig Tieck, 2 Bde., 1855;
    A. F. Cohn, W. v. B., in: Euphorion 14, 1907, S. 533-65;
    W. v. B., Briefe an Brinkman, Henriette v. Finckenstein, Wilh. v. Humboldt, Rahel, Frdr. Tieck, Ludw. Tieck u. Wiesel, hrsg. v. A. F. Cohn, = Dt. Lit.-denkmale, Nr. 139, 1907.

  • Autor/in

    Harald Schieckel
  • Empfohlene Zitierweise

    Schieckel, Harald, "Burgsdorff, Wilhelm von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 50 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117169005.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Burgsdorf: Wilhelm v. B., eine feine ästhetische Natur, nicht selbstschöpferisch, aber von regster Empfänglichkeit und mit allen Besten der Zeit befreundet. Seine erste Bildungsrichtung verdankte er besonders den Anregungen Tieck's, mit welchem er schon auf der Schule in Berlin bekannt worden war und in Göttingen gemeinsam seine Universitätszeit verlebte; später weilte Tieck lange Zeit auf Burgsdorf's Gut Ziebingen bei Frankfurt a. d. Oder. Im J. 1796 lebte B. in Jena, innig befreundet mit Wilhelm v. Humboldt und durch diesen auch in nahem Verkehr mit Schiller und Goethe. In Dresden war er viel im Körner'schen Hause; in Berlin lebte er in dem schöngeistigen Kreise, welcher sich um Rahel gruppirte. Man kann keinen Briefwechsel jener Zeit aufschlagen, ohne auf Burgsdorf's Namen zu stoßen. Er lebte das Leben eines reichen Mannes, der seine Zeit zwischen Reisen und die Verwaltung seiner Güter theilte; die Freunde pflegten ihn scherzend mit dem Lothario in Wilhelm Meister's Lehrjahren zu vergleichen. Er starb im J. 1822 in Dresden.

  • Autor/in

    Hettner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hettner, Hermann, "Burgsdorff, Wilhelm von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 617 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117169005.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA