• Leben

    Ott: Job. Nep. O., Landschaftsmaler, geb. am 14. Januar 1804 zu München als der Sohn eines Geheimen Secretärs und k. Rathes, war erst zum Studium bestimmt, gab aber bald frühzeitige Proben seines Talentes und kam deßhalb an die Akademie seiner Vaterstadt (1818), wo er eine große Fertigkeit im Figurenzeichnen entwickelte. Doch wendete er sich nicht zu dem historischen Fach, sondern zur Landschaftsmalern, worin ihn Professor Wilhelm v. Kobell unterrichtete. Weiter bildete er sich auf vielfachen Ausflügen nach dem baierischen Gebirge, dessen prächtige Seen und blühende Thäler reichen Stoff zu Studien und Bildern boten, welche ihm frühzeitig die Achtung der Künstler und Kunstfreunde gewannen. Mit einem königlichen Reisestipendium ging O. nach Italien und wanderte 1832—33 über Nizza und Genua, wo er sich zuerst in Marinemalern übte, dann Livorno, Florenz, nach Rom, Neapel und fuhr schließlich auch nach Sicilien hinüber. Sein glücklicher Farbensinn und sein seines Gefühl für die Schönheit der Linien verhalsen ihm unter seinen Zeitgenossen zu einem sehr ehrenvollen Namen. Er starb am 28. Februar 1870 zu München. Unter seinen Arbeiten erinnern wir an: Ein Kloster am Wasser im Mondschein; Kloster in Taormina; Partie aus dem Oberinnthal; Alpe bei Gastein u. s. w.

    • Literatur

      Vgl. Nagler 1841. X. 419 und Kunstvereinsbericht f. 1870. S. 52.

  • Autor/in

    Hyar. Holland.
  • Empfohlene Zitierweise

    Holland, Hyacinth, "Ott, Johann Nepomuk" in: Allgemeine Deutsche Biographie 24 (1887), S. 553 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117170070.html#adbcontent

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