Lebensdaten
1804 bis nach 1836
Geburtsort
Frankfurt am Main
Beruf/Funktion
Arzt ; Revolutionär
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 135705037 | OGND | VIAF: 20908440
Namensvarianten
  • Bunsen, Johann Ernst Friedrich Gustaf
  • Bunsen, Gustav
  • Bunsen, Johann Ernst Friedrich Gustaf
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Zitierweise

Bunsen, Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135705037.html [23.09.2020].

CC0

  • Leben

    Bunsen: Johann Ernst Friedrich Gustaf B., Dr. med., geboren am 25. August 1804 als Sohn des Münzraths B. in Frankfurt a. M., war einer der Führer des Frankfurter Attentats am 3. April 1833. In der väterlichen Wohnung Bunsen's, dem Münzhofe, hatten Gustaf und sein Bruder Karl ein Waffendepot errichtet, hier sammelten sich die Verschworenen und setzten sich von da aus um 9½ Uhr gegen die Hauptwache in Bewegung. Nach dem Mißlingen des Attentats hielt sich der leicht verwundete B. in einem Privathaus in Frankfurt versteckt. Er entkam nach Nordamerika und ist 1836 in Texas verschollen; 1870 wurde er gerichtlich für todt erklärt. — Bunsen's Bruder, Dr. med. Karl B., geboren 1796, 1839, wurde im J. 1834 wegen Theilnahme am sogenannten Männerbund und wegen Beihülfe zur Entweichung der politischen Gefangenen vom 3. April 1833 aus der Constablerwache in Frankfurt verhaftet; nach beinahe vierjähriger Untersuchungshaft wurde er vom Oberappellationsgericht in Lübeck von der Theilnahme an der Verschwörung freigesprochen, aber der Beihülfe zur Entweichung schuldig erkannt, jedoch in Rücksicht auf die lange Haft mit weiterer Strafe verschont.

    • Literatur

      Acten Criminalia 1833 Nr. 38, 1834 Nr. 77 des Frankfurter Stadtarchivs. — Ilse, Geschichte der Politischen Untersuchungen (Frankfurt 1860).

  • Autor/in

    R. Jung.
  • Empfohlene Zitierweise

    Jung, Rudolf, "Bunsen, Gustav" in: Allgemeine Deutsche Biographie 47 (1903), S. 369 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135705037.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA