Lebensdaten
1890 bis 1982
Geburtsort
Bernsdorf (Erzgebirge)
Sterbeort
Berlin (Ost)
Beruf/Funktion
SED-Politiker
Konfession
konfessionslos
Normdaten
GND: 132482320 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Opitz, Max

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Zitierweise

Opitz, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132482320.html [22.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus soz.demokrat. Arbeiterfam.;
    V Julius (1860–1935), Bergarbeiter, Mitgl. d. SPD;
    M Marianne Franke (1864–1944), Totenfrau;
    9 Geschw;
    1) 1915 ( 1946) Ella Keller (1890–1983), 2) 1946 Erna Baldauf (1911–67, Albert Hähnel, 1945 v. d. Gestapo ermordet, KPD-Funktionär aus Chemnitz), 3) 1968 Ida Helene Fischer (* 1914);
    1 S, 2 T aus 1).

  • Leben

    O. erlernte das Tischlerhandwerk. 1911-18 diente er beim Ulanen-Regiment Nr. 21 (Chemnitz); seit einer Verwundung 1915 galt er nur noch als garnisonsdienstfähig. Im November 1918 in den Soldatenrat seines Regiments gewählt, unterstützte er den Spartakusbund und war im Februar 1919 Mitbegründer der KPD-Ortsgruppe Gersdorf (b. Chemnitz). Bis 1925 arbeitete O. noch als Tischler, dann als hauptamtlicher KPD-Funktionär. Als Mitglied der KPD-Bezirksleitung Erzgebirge/Vogtland wurde er 1925 deren Leiter und 1926-30 für die KPD Mitglied des Sächs. Landtags. 1928 nahm O. als Delegierter des VI. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale in Moskau teil. Der XII. KPD-Parteitag wählte ihn 1929 in das Zentralkomitee. In dieser Funktion arbeitete er u. a. 1930 als Politischer Leiter in Hessen-Frankfurt, 1932 im Ruhrgebiet, dann im Bezirk Niederrhein und wieder im Ruhrgebiet (Essen). 1932/33 in den Preuß. Landtag und im März 1933 in den Reichstag gewählt, leitete O. noch bis November 1933 die illegale KPD in Dortmund und Stuttgart. Am 2.11.1933 verhaftet, wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu über drei Jahren Zuchthaushaft (Ludwigsburg) verurteilt, wurde gegen ihn im November 1937 eine weitere vierjährige Zuchthausstrafe verhängt. Nach deren Verbüßung verblieb er in „Schutzhaft“. Im Vorfeld der „Inschutzhaftnahme“, im Juni 1941, erklärte O. der Gestapo in Düsseldorf, er „erkenne vorbehaltlos Adolf Hitler als Führer der Deutschen an“ und „stehe dem Dritten Reich und dem heutigen Geschehen positiv gegenüber“. Vom Kommunismus habe er sich abgewandt. Diese Schutzbehauptung eines Gesinnungswandels führte jedoch nicht zu seiner Entlassung, vielmehr wurde O. 1941 in das KZ Sachsenhausen verbracht.

    Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 wirkte O. in Dresden bei der Neubildung der Landesleitung der KPD-Sachsen mit. Von Juli 1945 bis April 1949 war er Polizeipräsident von Dresden und übernahm im Mai 1949 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig. 1951-60 leitete O. als Staatssekretär die Präsidialkanzlei des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck. 1950-63 war er Abgeordneter der Volkskammer, Stellv. Vorsitzender der Interparlamentarischen Gruppe der DDR und Mitglied der Zentralleitung des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer.|

  • Auszeichnungen

    Medaille f. Kämpfer gegen d. Faschismus; Vaterländ. Verdienstorden in Silber (1954) u. Gold (1959, 1965, 1970); Karl-Marx-Orden (1960).

  • Literatur

    Hermann Weber, Die Wandlung d. dt. Kommunismus, II., 1969, S. 240 f. (P);
    Schumacher, M.d.R.;
    Wer war wer in d. DDR, Ein biogr. Hdb., hg. v. B.-R. Barth u. a., 31995;
    Biogr. Hdb. SBZ/DDR. – Eigene Archivstud. (BA Berlin: Stiftung Archiv d. Parteien u. Massenorganisationen: Kaderakte u. Nachlaß, P).

  • Autor/in

    Heike Amos
  • Empfohlene Zitierweise

    Amos, Heike, "Opitz, Max" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 554 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132482320.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA