Lebensdaten
1806 bis 1846
Sterbeort
Erfurt
Beruf/Funktion
Dichter
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 189562447 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Oer, Maximilian Joseph Freiherr von
  • Oer, Maximilian Freiherr von
  • Oer, Maximilian Joseph Freiherr von
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Oer, Maximilian Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd189562447.html [14.11.2018].

CC0

  • Leben

    Oer: Maximilian Joseph Freiherr von Oe., wurde am 30. Septbr. 1806 auf dem Familiengute Stromberg im Regierungsbezirke Münster als der älteste Sohn des Landraths Clemens Frhrn. v. Oe. geboren, genoß bis zu seinem 15. Jahre gemeinschaftlich mit seinen beiden Brüdern den Unterricht eines Hauslehrers und Erziehers und fand dann seine weitere Ausbildung auf dem Gymnasium zu Münster, das er 1825 verließ, um sich in Bonn juristischen und später cameralistischen Studien zu widmen. In Breslau, wo er seine Studien fortsetzte, trat er in nähere Beziehung zu Laube, Kühne, Binzer, Reumont u. a., und dieser Umgang förderte wohl sein poetisches Talent, das in einer Sammlung lyrischer Gedichte zu Tage trat, die indessen nie durch den Druck veröffentlicht sind; dagegen ist auch ein Theil seiner Balladen und Romanzen auf den Aufenthalt in Breslau zurückzuführen. Nachdem Oe. seine Studien in Berlin 1829 zum Abschluß gebracht, kehrte er zu den Seinen nach Erfurt zurück, bestand bei der dortigen königlichen Regierung sein Examen und trat am 13. April 1831 bei derselben als Referendar ein. Doch nur kurze Zeit ließ sein ungebundener, dem trockenen Actenwesen durchaus abgeneigter Sinn ihn Ruhe in seinem Berufe finden; schon am 13. Decbr. 1832 nahm er seine Entlassung und zog sich an einen reizenden Punkt des Thüringer Waldes, nahe bei Arnstadt, zurück, um unabhängig und in gemüthlicher Stille ganz dem Studium der Geschichte und der Poesie zu leben. Hier entstanden seine „Meteorsteine" (1835), Gedichte voll Kraft und Schwung, aber ganz im romantischen Geiste verfaßt, seine „Balladen und Romanzen“ (1837), welche vorwiegend die christlich-germanische und sarazenisch-spanische Ritter- und Heldenwelt behandeln, und seine „Erzählungen“ (1837). Im J. 1844 siedelte Oe. nach Arnstadt über, wo er sich angekauft hatte, und ward von dem Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen zum fürstlichen Rath ernannt. Bald darauf erkrankte er, und am 9. August 1846 starb er im Hause seiner Mutter zu Erfurt.

    • Literatur

      J. Hub, Deutschlands Balladen- und Romanzendichter, Karlsruhe 1864 bis 1870; Bd. II, S. 380. — Kehrein, Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen Dichter etc., Würzburg 1868, Bd. I, S. 309.

  • Autor/in

    Brümmer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Brümmer, Franz, "Oer, Maximilian Freiherr von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 24 (1887), S. 408 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd189562447.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA