Lebensdaten
1895 bis 1943
Geburtsort
Stryj (Galizien)
Sterbeort
Treblinka (?)
Beruf/Funktion
Herzl-Forscher ; Kunsthistoriker
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 139130403 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nussenblath, Hersch (eigentlich)
  • Nussenblath, Heinrich
  • Nussenblatt, Tulo
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Nussenblath, Tulo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139130403.html [23.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Feiwel Leib;
    M Scheindel Jäger;
    Wien 1920 Bertha (* 1898) aus Wien, T d. Abraham Kohn u. d. Cipre Deborah Schmetterling;
    1 T.

  • Leben

    Im 1. Weltkrieg diente N. in der k. u. k. Armee als Offizier, danach studierte er Rechtswissenschaften in Wien. Den Anwaltsberuf übte er allerdings nie aus, sondern befaßte sich mit historischen Studien, darunter vor allem mit dem Leben und Werk Theodor Herzls (1860–1904). Er gab eine Sammlung zeitgenössischer Quellen und Aussagen über ihn heraus (Zeitgenossen über Herzl, 1929), außerdem das „Herzl Jahrbuch“ (1937), das vor allem als jährliche Quellenedition zu Herzls Wirken geplant war, und eine Publikation über die Gründung der Friedensbewegung, die u. a. die Korrespondenz Herzls mit Bertha und Arthur v. Suttner sowie mit Heinrich v. Coudenhove-Kalergi enthält (Ein Volk unterwegs zum Frieden, 1933). Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich im März 1938 mußte N. nach Polen emigrieren. Nach der Okkupation Polens und der Errichtung des Warschauer Ghettos arbeitete er in der dortigen jüd. Gemeindeverwaltung. Im Frühjahr 1943 wurde er deportiert und in einem Konzentrationslager, vermutlich in Treblinka, ermordet.

  • Literatur

    A. Bein, Theodor Herzl, Biogr., 1983;
    Enc. Jud. 1971.

  • Autor/in

    Martha Keil
  • Empfohlene Zitierweise

    Keil, Martha, "Nussenblath, Tulo" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 381 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139130403.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA