Lebensdaten
1867 bis 1946
Geburtsort
Zürich
Sterbeort
Cincinnati (Ohio, USA)
Beruf/Funktion
methodistischer Bischof
Konfession
methodistisch
Normdaten
GND: 124731163 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nuelsen, John Louis
  • Neulsen, J. L.

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Zitierweise

Nuelsen, John Louis, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124731163.html [22.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich (1826–1911), aus Nörten-Hardenberg b. Göttingen, methodist. Pastor (s. BBKL), S d. N. N. (kath.);
    M Rosalie Müller (1832–1914) aus Basel;
    Ov Joseph, ging ins Basler Missionshaus;
    Tante-v Amalie Therese (1815–97, Ludwig Sigismund Jacoby, 1813–74, methodist. Pastor, s. DAB; BBKL);
    1896 Luella Elizabeth (1875–1933) aus Austin (Texas, USA), T d. Ernst Ferdinand Ströter (1846–1922) aus Barmen, methodist. Theol. (s. BBKL), u. d. Caroline Doelfeld;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    Nach dem Abitur in Deutschland studierte N. 1887-89 am Drew Theological Seminary in Madison (New Jersey/USA), 1893/94 in Berlin und Halle Theologie. 1894-99 war er als Professor am Central Wesleyan College in Warrenton (Missouri) tätig, danach lehrte er Systematische Theologie am Nast Theological Seminary in Berea (Ohio). Die Generalkonferenz der methodist. Kirche wählte N. 1908 ins Bischofsamt. 1908-12 führte er die Aufsicht über den Sprengel in Nebraska, 1912-36 über den mitteleurop., 1936-40 über den Genfer Sprengel. Seinen Ruhestand verbrachte er in Cincinnati (Ohio).

    N.s literarische Arbeit stellte die methodist. Kirche als vom Staat unabhängige Kirche mit missionarischer Ausrichtung und demokratischer Struktur dar. Ganz im Sinne der methodist. theol. Tradition war er stets ökumenisch-verbindend tätig, u. a. in überkonfessionellen Gremien. 1914 gehörte er zu den Gründern des „Weltbunds für Freundschaftsarbeit der Kirchen“ in Konstanz. In Amerika saß er im damaligen Nationalen Christenrat. N. nahm aktiv an der Ökumenischen Weltkonferenz von Stockholm 1925 teil und gehörte deren Fortsetzungs-Ausschuß an. Für ihn war christlicher Glaube verbunden mit gesellschaftlicher Verantwortung, ökumenischem Engagement und internationaler Versöhnungsarbeit. Nach dem 1. Weltkrieg leitete N. eine langjährige Sozialhilfe für Notleidende ein und hielt Kontakt zu Reichspräsident Friedrich Ebert. Den Mord an Walther Rathenau verurteilte er, während andere Kirchen schwiegen. Die in der Weimarer Republik eingeleitete Trennung von Kirche und Staat begrüßte er.|

  • Auszeichnungen

    DD. (Denver, Colorado, 1903); Legum Doctor (Omaha, 1910); D. theol. (Berlin, 1922); Ehrenkreuz d. Dt. Roten Kreuzes I. Kl. (1927).

  • Quellen

    Qu Bibliotheca Methodistica, Zürich; Nippert Collection, in: The Cincinnati Historical Soc., Cincinnati, Ohio, USA.

  • Literatur

    W. K. Schneck, Gedenket an eure Lehrer, 1949;
    F. Wunderlich, Methodists Linking two Continents, 1960, S. 113-30;
    ders., Brückenbauer Gottes, 1963, S. 138-75 (P);
    H. Schaad, in: Evangelist 1967, S. 123 u. 127;
    P. E. Hammer, J. L. N., Aspekte u. Materialien e. biogr. Versuchs, 1974 (W-Verz.);
    W. Nausner, Seid fleißig zu halten d. Einigkeit im Geist, 1977 (P);
    ders., Methodismus u. Weltmission, Bischof J. L. N. als prägende Gestalt, in: M. Weyer. Der kontinentaleurop. Methodismus zw. d. beiden Kriegen, 1990, S. 11-38;
    K. H. Voigt, Beziehungen zw. d. dt. Zweig d. Methodistenkirche in Europa u. d. ökumen. Bewegung, ebd., S. 155-88;
    ders., Die Methodistenkirche in Dtld, in: K. Steckel u. C. E. Sommer (Hg.), Gesch. d. Ev.-methodist. Kirche, 1982, S. 99 ff.;
    K. Zehrer, Ev. Freikirchen u. d. „Dritte Reich“, 1986;
    G. Stemmler, Eine Kirche in Bewegung, Die Bischöfl. Methodistenkirche im Dt. Reich während d. Weimarer Rep., 1987;
    H. Strahm, Die Bischöfl. Methodistenkirche im Dritten Reich, 1989;
    RGG3;
    BBKL.

  • Autor/in

    Karl Heinz Voigt
  • Empfohlene Zitierweise

    Voigt, Karl Heinz, "Nuelsen, John Louis" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 371 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124731163.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA