Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
Verlegerfamilie
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 138231435 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Neven Du Mont
  • Du Mont
  • DuMont
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Neven DuMont, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138231435.html [21.04.2019].

CC0

  • Leben

    Die Familie Neven war seit dem 14. Jh. in Maastricht ansässig. Mathieu (1796–1878) wanderte in den 1820er Jahren nach Köln aus, wo er eine Handlung für Farbwaren und Bergwerksprodukte gründete. In den 40er Jahren errichtete er zusätzlich eine Bleiweißsowie zehn Jahre später eine Metallkittfabrik. Sein Sohn August (1832–96, s. 1) wurde 1861 Teilhaber im Verlag „M. DuMont Schauberg“ (MDS), zwei Jahrzehnte später Verleger. Seine Söhne Josef (1857–1915, s. 2) und Alfred (1868–1940, s. 3) folgten ihm in der Verlagsleitung nach. Unter Josefs Sohn August (1887–1965), verheiratet mit einer Tochter des Präsidenten des Reichsversicherungsamtes, Paul Kaufmann (1856–1945, s. NDB XI), fügte MDS als erster Nichtberliner Verlag 1929 seinen Zeitungen einen eigenen Kleinanzeigenteil bei. August war Vorsitzender des Deutschen Buchdruckervereins und der Handelsgesellschaft der Deutschen Zeitungsverleger sowie Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Kl. und der Goldenen Ehrennadel des Verbandes der Graphischen Betriebe Nordrhein. Zusammen mit seinem Vetter Kurt (1902–67, s. 4) leitete er den Verlag durch die schwierigen Jahre des Dritten Reichs, der Kriegs- und Nachkriegszeit bis Mai 1960. In den folgenden Jahren traten Kurts Sohn Alfred (* 1927, s. L), verheiratet mit Hedwig Prn. v. Auersperg (* 1946), und Schwiegersohn Ernst Brücher (* 1925) sowie Augusts Schwiegersohn Dieter Schütte (* 1923) in die Geschäftsführung ein. Alfred hatte 1967-90 den Vorsitz der Geschäftsführung bei MDS inne; seit 1990 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats. 1964 gründete er die Boulevardzeitung „Express“; seit 1967 ist er alleiniger Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeigers. Nach der Wiedervereinigung engagierte er sich unternehmerisch auch in Halle; 1991 erwarb der Verlag die „Mitteldeutsche Zeitung“. 1980-84 war Alfred Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, 1990-98 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln. 1998 wurde sein Sohn Konstantin (* 1970) in die Geschäftsführung der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg berufen. – Zur Familie gehören auch der Maler und Graphiker Carl-August Neven-du Mont (1895–1979; s. ThB u. H. Heyn, Süddt. Malerei, 1980) und dessen Sohn Jürgen (1921–79), der als Fernsehjournalist beim Hessischen (1956–62) und Norddeutschen Rundfunk (1962–66) sowie beim Zweiten Deutschen Fernsehen (1971–79) hervorgetreten ist.

  • Literatur

    Josef Neven DuMont (Hg.), Fam. Neven, 1902;
    M. DuMont Schauberg – Köln. Ztg., 1802-1902, (1907);
    M. DuMont Schauberg, 1925;
    Alfred Neven DuMont (Hg.), Fam. Neven, 1927;
    Die Köln. Ztg. v. ihrer Gründung bis z. Gegenwart, 1928 (Umschlagtitel: 125 J. Fa. M. DuMont Schauberg);
    Kurt Neven DuMont (Hg.), 150 J. M. DuMont Schauberg, 80 J. Kölner Stadt-Anz:, (1956);
    Das Haus M. DuMont Schauberg, Gesch. in Bildern, 1962;
    K. Weinhold, Die Gesch. e. Zeitungshauses, 1969 (P);
    Steimel, Kölner Köpfe, 1958, Sp. 290-93;
    Wenzel. – Eigene Archivstud. (Rhein.-Westf. Wirtsch.archiv;
    Univ.-u. Stadtbibl. Köln)

  • Autor/in

    Ulrich S. Soénius
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Soénius, Ulrich S., "Neven DuMont" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 189 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138231435.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA