Dates of Life
1812 bis 1874
Occupation
Maler ; Historienmaler ; Direktor der Kunstgewerbeschule in München
Religious Denomination
katholisch
Authority Data
GND: 116262095 | OGND | VIAF: 62295858
Alternate Names
  • Dyck, Hermann

Relations

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Citation

Dyck, Hermann, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116262095.html [04.03.2021].

CC0

  • Life

    Dyck: Herrmann D., Architekturmaler und Director der Müncher Kunstgewerbeschule, geb. den 4. Octbr. 1812 in Würzburg, 25. März 1874 in München, erwarb sich zuerst Ruf durch eine Anzahl geistreicher politischer Carricaturen, die er in den fliegenden Blättern veröffentlichte und dabei viel seinen Humor mit starkem Stilgefühl und decorativem Formensinn vereinigt zeigte. Diese Eigenschaften bethätigte er dann in einer Reihe von sehr originell erfundenen Architekturbildern, welche er mit humoristischer figürlicher Staffage so glücklich zu verbinden wußte, daß das Ganze immer ein eigenthümliches Zeit- oder Sittenbild abgab. Ohne alle Bravour, ja ein wenig trocken gemalt, zeigen sie doch besonders in den architektonischen Theilen ein bemerkenswerthes Talent der Charakteristik und jene Fähigkeit unbelebte Dinge zu beseelen, indem er ihre Formen mit feinfühliger Auswahl zu einer Art gemalter Erzählung benutzte, die immer eine sinnige oder satirische Pointe hatte. So seine Schreiberstuben, Wartesäle, Thore und Stadtgräben, Gerichtslocale, Vorzimmer etc. Da er dabei niemals die Natur direct nachahmte, sondern diese Localitäten alle frei erfand, führte das bedeutende decorative Geschick, welches er hierbei und auch sonst bethätigte, zu seiner Ernennung als Leiter der Münchener Kunstgewerbeschule. Unterstützt durch eine seine Bildung und höchst achtbaren festen Charakter wirkte er in dieser Stellung bis zu seinem Tode mit großer Gewissenhaftigkeit und gutem Erfolge, und half so jene Hebung unserer Kunstindustrie mit anbahnen, die jetzt allmählich eingetreten.

  • Author

    Fr. Pecht.
  • Citation

    Pecht, Friedrich, "Dyck, Hermann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 508 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116262095.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA