Lebensdaten
1850 bis 1919
Geburtsort
Zaleszczyki (Galizien)
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Finanzwissenschaftler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11720708X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Myrbach von Rheinfeld, Franz Freiherr von
  • Myrbach von Rheinfeld, Franz
  • Myrbach von Rheinfeld, Franz, Freiherr, Volkswirtschaftler
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Myrbach von Rheinfeld, Franz Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11720708X.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Die Fam. stammt v. Peter Mirbach (17. Jh.) aus Straßfeld b. Euskirchen ab. – V Franz Xaver (1818–82, österr. Frhr. 1870), Landespräs. d. Bukowina, S d. Karl M. v. R. (1784–1844), Gen.major (s. Wurzbach), u. d. Theresia Freiin v. Pillerstorff (* 1787);
    M Friederike (1820–95), T d. Joseph Gf. v. Bolza (1787–1834) u. d. Anna Gfn. v. Batthyáni;
    Ur-Gvv Joseph Mirbach (1751–1826, 1810 österr. Adel mit d. Prädikat „v. Rheinfeld“) aus Rheinpreußen, k. k. Major;
    B Felician (1853–1940), Maler u. Graphiker (s. ThB; NÖB 13; ÖBL; W);
    - Oberdöbling b. Wien Ernestine (1855–1912), T d. Albert Frhr. v. Pillerstorff (1819–69), k. u. k. Oberstlt., u. d. Franziska Gfn. v. Kolowrat-Krakowský;
    S Otto (1886–1969), Dr. phil., Meteorologe in Wien (s. Teichl; Pogg. VII a).

  • Leben

    M. beschloß seinen Militärdienst als Leutnant der Reserve, studierte dann Rechtswissenschaft in Wien und Graz und promovierte 1873 zum Dr. iur. Er begann seine Berufslaufbahn bei der niederösterr. Finanzprokuratur und ließ sich 1876 zur Landesregierung nach Czernowitz versetzen. 1878 in den Finanzdienst zurückgekehrt, war er als Steuerinspektor und später als Finanzrat in Graz tätig. An der dortigen Universität habilitierte sich M. für Finanzwissenschaft und österr. Finanzgesetzeskunde, später auch für politische Ökonomie, und wurde 1893 als o. Professor für Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft an die Univ. Innsbruck berufen (Dekan 1895, 1907; Rektor 1900/01). Seit 1908 war er Vorstand des Staatswissenschaftlichen Seminars. 1915 trat er in den Ruhestand.

    M. befaßte sich in seinen Publikationen mit einer Vielzahl wirtschaftlicher und administrativer Materien, u. a. mit der Reform der politischen Verwaltung in Österreich, mit Fragen des Fremdenverkehrs, mit dem Betrieb elektrischer Anlagen und mit dem Ausbau der Staatsbahnlinien. Seine wichtigsten wissenschaftlichen Leistungen liegen aber auf dem Gebiet des Finanzrechts und des Steuerwesens, das er in seinem „Grundriß des Finanzrechts“ (1906, 21916, franz. 1910) sowie in mehreren speziellen Untersuchungen systematisch behandelte.|

  • Auszeichnungen

    Hofrat (1912).

  • Werke

    W. u. a. Die Übertretung d. Zinsverheimlichung nach österr. Gesetzgebung, 1881, 21891;
    Die Besteuerung d. Gebäude u. Wohnungen in Österreich, 1886;
    Die Molkereigenossenschaften in Österreich u. deren Besteuerung, 1894;
    Wirtsch.wiss. Seminar, 21916;
    Über d. Begriff d. Gebühr u. d. Taxe, 1917. – Zu Felician: Die Fläche, 1902, Neudr. 1986.

  • Literatur

    Reichspost v. 13.2.1919;
    Ber. üb. d. Studienj. 1918/19 d. Univ. Innsbruck, o. J. (1920), S. 33 f.;
    Hdwb. d. Staatswiss., 41925;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Josef Mentschl
  • Empfohlene Zitierweise

    Mentschl, Josef, "Myrbach von Rheinfeld, Franz Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 673 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11720708X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA