Lebensdaten
1815 – 1885
Geburtsort
Nordhausen
Sterbeort
Greifswald
Beruf/Funktion
Botaniker ; Zoologe ; Arzt ; Hochschullehrer
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117178802 | OGND | VIAF: 74622764
Namensvarianten
  • Münter, Julius
  • Münter, Julius
  • Muenter, Andreas Henricus Augustus Julius
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Orte

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Zitierweise

Münter, Julius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117178802.html [02.07.2022].

CC0

  • Biographische Darstellung

    Münter: Julius M., Botaniker und Zoologe, geb. am 14. Nov. 1815 in Nordhausen, und dort, sowie in Mühlhausen, auf dem Gymnasium gebildet, studirte (1838) in Berlin, wo er am 27. Mai 1841 zum Doctor der Medicin promovirt wurde. Nachdem er in der Hauptstadt als praktischer Arzt und an der Charité (1845), sowie an der Bibliothek (1841) und, seit seiner Habilitation (1848), als Docent an der Universität gewirkt hatte, wurde er (1849) als außerordentlicher Professor der Botanik und Zoologie nach Greifswald berufen und lehrte auch zugleich an der landwirthschaftlichen Akademie in Eldena. Seit dem 9. Juli 1851 erhielt er die ordentliche Professur und zugleich die Leitung des botanischen Gartens und des zoologischen Museums, von welchen Aemtern er das erste bis zu seinem Tode, das letztere bis zur Abzweigung einer besonderen Professur für Zoologie führte, und wurde auch von der Universität Rostock (1853) zum Doctor der Philosophie honoris causa ernannt. Seit jener Zeit theilte sich seine Thätigkeit in doppelter Richtung, einerseits in eine wissenschaftliche, welche er in seinen Vorlesungen und zahlreichen Abhandlungen in den betreffenden Fachzeitschriften, u. A. in der botanischen und Gartenzeitung, in den Annalen für Landwirthschaft, im Encycl. Wörterbuch, in Erichson's Archiv für Naturgeschichte, in O. Ule's Natur u. s. w., sowie in seiner Theilnahme an naturwissenschaftlichen Vereinen, ausübte; andererseits in eine praktische, indem er den botanischen Garten neu organisirte, und als Mitglied des bürgerschaftlichen Collegiums und des Greifswalder Verschönerungsvereins, die Umgebung Greifswalds mit den herrlichsten Baumanpflanzungen schmückte. In Anerkennung dieser Verdienste erhielt er von zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften das Diplom eines Ehrenmitgliedes und vom Ministerium den Titel eines Geheimen Regierungsrathes, sowie, nach seinem Tode am 2. Februar 1885, in einer nach ihm benannten Anlage ein Denkmal.

    Die Gründung des botanischen Gartens der Königl. Universität Greifswald, Rede zur Feier des hundertjährigen Bestehens des botanischen Gartens in Greifswald von Andr. Heinr. Aug. Julius Münter, Greifswald 1864, p. 14, mit einer Selbstbiographie.

  • Autor/in

    Th. Pyl.
  • Zitierweise

    Pyl, Theodor, "Münter, Julius" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 37 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117178802.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA