Lebensdaten
1837 bis 1900
Geburtsort
Riga
Sterbeort
Sankt Petersburg
Beruf/Funktion
Geograph ; Forschungsreisender
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 122787145 | OGND | VIAF: 10736601
Namensvarianten
  • Müller, Ferdinand
  • Müller, Ferdinand
  • Müller, Conrad Ferdinand
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Zitierweise

Müller, Ferdinand, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122787145.html [13.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Ferdinand (1797–1877) aus Cottbus, Lehrer u. Schriftst. in R.;
    M Dorothea Wilhelmine (1816–84), T d. Ernst Dorsch ( 1818), Kaufm. in R., u. d. Dorothea Christina v. Bergmann (1790–1872);
    Ur-Gvm Liborius v. Bergmann (1754–1823), Oberpastor in R., Historiker (s. Dt.balt. Biogr. Lex.);
    Schw Anna, Lehrerin in Odessa;
    1878 Ida (* 1857), T d. Adolf Schneidermann aus R.;
    3 T.

  • Leben

    M. besuchte das Stadtgymnasium Riga, studierte in Dorpat seit 1858 Astronomie und schloß das Studium 1861 mit dem Grad eines Kandidaten ab. Er wurde 1861 als jüngerer Astronom am Observatorium Pulkovo angestellt und war dann 1863-65 Assistent am Physikalischen Zentralobservatorium in St. Petersburg. Man übertrug ihm dort 1865 die Einrichtung meteorologischer Stationen in West- und Südrußland und 1868 das Nivellement des Gouvernements Estland, worüber er ein zweibändiges Werk veröffentlichte. 1871 wechselte er als Mathematiklehrer am Gymnasium und an der Technischen Lehranstalt in Irkutsk (Ostsibirien) in den Schuldienst über. Seit 1873 widmete er sich im Auftrag der Kaiserl. Russ. Geographischen Gesellschaft dem Nivellement von Irkutsk aus nordwärts bis zum Eismeer und verband diese Arbeit mit der Erforschung der Flußläufe der Unteren Tunguska (rechter Nebenfluß des Jenissej) und des Olenek, eines Flusses in Nord-Jakutien, der westlich der Lena ins Eismeer mündet. 1878 kehrte M. nach St. Petersburg zurück und wurde Oberlehrer am später verstaatlichten Vvedenskij-Privatgymnasium. 1882-85 betätigte er sich auch als stellvertretender Lehrer an der deutschen St. Petrischule und 1886-91 war er Oberlehrer an der deutschen St. Katharinenschule. Da die deutschen Gymnasien volle staatliche Rechte besaßen, war er Beamter und erreichte den Rang eines Staatsrats. Neben der Lehrtätigkeit widmete er sich der Bearbeitung seiner sibir. Forschungsergebnisse und einer ausgebreiteten wissenschaftlichen Korrespondenz, u. a. mit dem Physiker Heinrich Wilhelm Dove.

  • Werke

    Btrr. z. Orographie u. Hydrographie v. Esthland, 2 Bde., 1872;
    Unter Tungusen u. Jakuten, Erlebnisse u. Ergebnisse d. Olenek-Expedition d. Kaiserl. Russ. Geogr. Ges. in St. Petersburg, 1882;
    Das Barometer-Nivellement zw. Irkutsk u. d. Eismeer, in: Rep. Meteorologicum 17, 1894.

  • Literatur

    Des Palm Bergmann Nachkommen 1672-1886, 1886, S. 82 ff.;
    Globus, Ill. Zs. f. Landes- u. Volkskde., 78, 1900, S. 327;
    Leopoldina, H. 36, 1900, S. 171;
    BJ V;
    Pogg. IV;
    Dt.balt. Biogr. Lex.

  • Autor/in

    Erik Amburger
  • Empfohlene Zitierweise

    Amburger, Erik, "Müller, Ferdinand" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 370 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122787145.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA