Lebensdaten
1877 bis 1956
Geburtsort
Luzern
Beruf/Funktion
Eisenindustrieller
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 137562780 | OGND | VIAF: 81737726
Namensvarianten
  • Moos-Zetter, Ludwig von
  • Zetter, Ludwig von Moos-
  • Moos-Zetther, Ludwig von
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Zitierweise

Moos-Zetter, Ludwig von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137562780.html [18.01.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Albert (1845–1918), Eisenindustrieller in L., S d. Ludwig v. M.-Schumacher (s. 1);
    M Maria (1849–97), T d. Karl Mazzola (1813–92) aus L. u. d. Anna Elmiger;
    Solothurn 1916 Alice (1884–1970), T d. Emil Zetter, Kaufm. in Solothurn, u. d. Emma Scherer;
    3 S, 1 T, u. a. Walter (* 1918), Eisenindustrieller (s. Einl.);
    E André (* 1949), Eisenindustrieller.

  • Leben

    M. besuchte das Gymnasium in Luzern und anschließend die ETH in Zürich. Dort schloß er 1902 sein Studium mit dem Diplom als Zivilingenieur ab. Seine berufliche Laufbahn begann er beim Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg. 1904 trat er als Technischer Direktor in die AG der v. Moos'schen Eisenwerke ein. Nach dem Tod seines Onkels Eduard (1911) übernahm M. die Leitung des Unternehmens, vorerst als Oberdirektor, später auch als Delegierter und Vizepräsident des Verwaltungsrates. Seit 1943 war er Präsident des Verwaltungsrates.

    M. führte die Firma in rastloser Arbeit zu neuer Blüte und machte sie zu einem führenden Unternehmen der schweizer. Eisen- und Maschinenindustrie, wobei ihn unternehmerischer Wagemut, aber auch Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Arbeitnehmern und die Fähigkeit zur kollegialen Zusammenarbeit innerhalb der Betriebsgemeinschaft auszeichneten. Er legte durch Förderung der Stahlverfeinerungsbetriebe den Grundstein für die später von seinem Sohn Walter entwickelte Strategie der vertikalen Integration, die für die Unternehmungen der v. Moos-Gruppe zu einem typischen Merkmal wurde. 1918 übernahm diese die Aktienmehrheit der Eisenwerk Frauenfeld AG und 1941 diejenige der Eisenwarenfabrik Gamper & Co. in Münchwilen, zweier wichtiger Konkurrenten. M.s wesentlichste unternehmerische Entscheidung war es, vor Ausbruch des 2. Weltkrieges den Bau eines Elektrostahlwerks in der Emmenweid zu veranlassen. Damit wurde die Basis für die Eigenerschmelzung von Stahl und für eine bis 1974 dauernde Prosperität gelegt.

    Auch außerhalb seines Unternehmens hatte M. weitgefächerte Interessen. Während des 1. Weltkriegs befaßte er sich im Auftrage der Eidgenossenschaft mit der für die Eisenindustrie wichtigen Alteisenversorgung. Die 1918 gegründete Luzerner Industrievereinigung, deren Präsident er 25 Jahre lang war, geht auf seine Initiative zurück. Er war Präsident der Luzerner Handelskammer und Mitglied zahlreicher weiterer wirtschaftlicher Gremien und Kommissionen sowie Mitglied oder Präsident der Verwaltungsräte mehrerer Unternehmen. Auf seine Initiative wurde 1910 in der Gemeinde Emmen eine gewerbliche Fortbildungsschule gegründet. Im Militär bekleidete M. den Rang eines Obersten der Artillerie. In jungen Jahren machte er sich einen Namen als erfolgreicher Ruderer. 1899-1904 nahm er an nationalen und internationalen Regatten im Skiff und Doppelzweier teil und gewann 16 erste Preise. 1904 wurde er in Paris Europameister im Skiff.

  • Literatur

    zu 1) u. 2) 100 J. v. Moos'sche Eisenwerke Luzern 1842-1942, 1942 (P);
    von Moos, Bewahrung u. Veränderung am Beispiel d. Industriegesch., 1992.

  • Autor/in

    Ferdinand Oehen
  • Empfohlene Zitierweise

    Oehen, Ferdinand, "Moos-Zetter, Ludwig von" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 73 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137562780.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA