Lebensdaten
1902 bis 1988
Geburtsort
Berlin-Charlottenburg
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 142913294 | OGND | VIAF: 160809677
Namensvarianten
  • Mönch, Günther
  • Mönch, Günther Christian
  • Mönch, G. C.
  • mehr

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Zitierweise

Mönch, Günther, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd142913294.html [28.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1866–1946), Kaufm. in B., S d. Georg Friedrich (1831–1918), Ökonom in Obereisenheim (Franken), u. d. Margareta Uhl (1838–1918);
    M Marie (1868–1917), T d. Kistenmachers Christian Hugk (1838–1907) in Zerbst (Anhalt) u. d. Friederike Neumann (1831–1919);
    Berlin 1931 Charlotte (1901–88), T d. Richard Görner (1868–1924) aus Maxdorf Kr. Gablonz (Böhmen), Kaufm. in B., u. d. Bertha Ebner (1867–1943) aus Petratschen Kr. Ragnit (Ostpr.);
    2 S, 1 T Gertraud (* 1932), Dr. rer. nat., Mikrobiologin in B., Eberhard (* 1938), Dr. med., Prof. f. Kinderheilkde. an d. FU Berlin, Wolfgang (* 1939), Bankdir. in München.

  • Leben

    M. studierte 1922-27 Physik, Chemie, Mathematik und Philosophie an der Univ. Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Einstein, v. Laue, Nemst und Planck. 1928 promovierte er bei P. Pringsheim mit einer Arbeit über Kontakt-Potentiale zwischen Metallen im Vakuum. Im selben Jahr ging er als Assistent zu B. Gudden nach Erlangen. Dort beschäftigte er sich theoretisch und experimentell mit Halbleitern; seine Arbeiten über die Temperaturabhängigkeiten der Volta-Spannung bei verschiedenen Metallen sind wesentlicher Inhalt der 1934 erfolgten Habilitation. Das von ihm eingerichtete Fortgeschrittenenpraktikum betreute er bis zu seinem Weggang nach Berlin 1936. Dort wirkte M. bis 1941 an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt und seit 1939 auch als Dozent an der TH Berlin-Charlottenburg. Seine Forschungsarbeiten zu jener Zeit hatten Längenmessungen und Brechzahlbestimmungen mit Hilfe von Lichtinterferenzen zum Inhalt. Zusammen mit W. Kösters definierte er die Längeneinheit des Meters als ein Vielfaches einer bestimmten Wellenlänge des von Cadmium emittierten Lichtes. Eine solche Definition der Längeneinheit war neben der Meterstabsdefinition seit 1927 von dem Comitó International des Poids et Mesures zugelassen und bestand bis|1983 fort, als die Lichtgeschwindigkeit als Grundlage der Längendefinition eingeführt wurde (1960 wurde als Definitionsgrundlage eine Spektrallinie des Krypton-86 eingeführt). 1941 wurde M. als Dozent und Lehrbeauftragter für angewandte und technische Physik an die Univ. Königsberg versetzt, wo er 1942 zum apl. Pofessor ernannt wurde. Nach Kriegsende berief ihn die Univ. Halle als Direktor an das im Oktober 1945 neugegründete II. Physikalische Institut, das Institut für angewandte Physik. Die Schwerpunkte seiner Arbeit lagen in der Hochvakuumtechnik und der Halbleiterphysik; sie spiegeln sich in einer Reihe von Monographien wider; zahlreiche Veröffentlichungen haben verbesserte Verfahren der Labortechnik zum Inhalt. Daneben war M. besonders mit dem Aufbau des Instituts befaßt; eine spätere Erweiterung um eine Abteilung für Biologische Physik mündete unter tatkräftiger Mithilfe M.s in ein eigenständiges Institut. Wie auch in Erlangen widmete sich M. besonders dem Aufbau und der Betreuung eines physikalischen Fortgeschrittenenpraktikums.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Leopoldina (1958).

  • Werke

    Weitere W u. a. Vakuumtechnik im Laboratorium, 1937, engl. 1944, u. d. T. Hochvakuumtechnik, 21950;
    Das Inst. f. Angewandte Physik, II. Physik. Inst. d. Univ. Halle, Aufbau u. Ausbau 1915-1950, 1951;
    Halbleiter, ihre Herstellung im Labor sowie natürl. Formen u. Vorkommen, 1953;
    Dünne Schichte, ihre Herstellung u. Messung, 1953;
    Längenmessung u. Brechzahlbestimmung mit Lichtinterferenzen, 1954;
    Neues u. Bewährtes aus d. Hochvakuumtechnik, 1959. – Zahlr Aufss. in: Ann. d. Physik, Chemiker-Ztg., FF, Glas u. Apparat., Naturwiss., Optik, Physikal. Zs., Sitzungs-Berr. d. physikal.-med. Sozietät Erlangen, Unterr.-Bl. d. Math. u. Naturwiss., Wiss. Zs. d. Univ. Halle, Zs. f. angew. Physik, Zs. f. Physik, Zs. f. physikal. Chemie, Zs. f. techn. Physik.

  • Literatur

    O. Böttger, in: Physikal. Bll. 23, 1967, u. 38, 1982 (P);
    Pogg. VII a;
    Kürschner, Gel.-Kal. 1970.

  • Autor/in

    Bernd Heinzmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Heinzmann, Bernd, "Mönch, Günther" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 658 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd142913294.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA