Lebensdaten
1896 bis 1956
Geburtsort
Wald Kanton Zürich
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Medizinhistoriker
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 132615452 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Milt, Bernhard

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Zitierweise

Milt, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132615452.html [14.08.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Bernhard (1860–1935), Pfarrer in W., dann Kaufm. in St. Gallen, S d. Kaufm. Bernhard u. d. Barbara Henriette Jenni;
    M Clara (1869–1943), T d. Majors Theophil Spörri u. d. Barbara Oberholzer; Verwandte Jakob Oberholzer (1862–1939), Geologe u. Lehrer in Glarus (s. HBLS), Otto Oberholzer (1919–86), Prof. d. Nord. Philol. an d. Univ. Kiel (s. Kürschner, Gel.-Kal. 1985);
    Zürich 1937 Anna Huber (1898–1974); kinderlos.

  • Leben

    M. studierte Medizin in Genf, Bern und Zürich. In Bern beeindruckte ihn Hermann Sahli, Professor der Medizinischen Klinik und Poliklinik, besonders nachhaltig. Als Assistent arbeitete M. an der Psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalt Wil (St Gallen) und an der Klinik für Innere Medizin in Zürich unter Wilhelm Löffler. 1927 eröffnete er eine eigene Praxis in Zürich-Enge. Neben dieser Tätigkeit befaßte er sich mit medizinhistorischen Forschungen und legte entsprechende Veröffentlichungen vor. 1948 habilitierte sich M. an der Medizinischen Fakultät der Univ. Zürich für Geschichte der Medizin und Biologie. Gleichzeitig trat er die Nachfolge von Gustav Adolf Wehrli (1888–1949) als Betreuer der medizingeschichtlichen Sammlung der Universität an. 1951 erfolgte die Umwandlung der Sammlung zum Medizinhistorischen Institut; M. wurde zum ao. Professor und Institutsvorsteher bestellt Er war damit der erste vollamtliche Professor für die Geschichte der Medizin und Biologie in der Schweiz. Sein Vorlesungsangebot war ebenso breit angelegt wie seine Forschungsarbeit. Mit Vorliebe behandelte er Themen, die sich auf die Medizingeschichte der Schweiz, im besonderen Zürichs und St. Gallens bezogen. Er galt zu seiner Zeit als bester Kenner Konrad Geßners, war aber auch mit Paracelsus, Vadian, Scheuchzer, Johannes Geßner, v. Muralt und Franz Anton Mesmer vertraut. Die Publikationsliste umfaßt ein halbes Hundert Titel. 1951 gab M. seine Praxis auf und betreute nur noch ein Altersheim ärztlich. Als Medizinhistoriker genoß M. auch außerhalb des deutschen Sprachbereichs, besonders in England und in den USA, wachsendes Ansehen; als Institutsdirektor setzte er sich – leider seinerzeit erfolglos – dafür ein, die Sammlung einem breiteren Publikum zu öffnen.

  • Werke

    u. a. Gesch. d. Zürcher Spitals, in: Zürcher Spitalgesch. I, 1951, S. 1-138;
    Franz Anton Mesmer u. seine Beziehungen z. Schweiz (Magie u. Heilkde. zu Lavaters Zeit), in: Mitt. d. Antiquar. Ges. in Zürich 38, 1953, H. 1 (117. Neujahrsbl.), S. 1-139;
    Empirie u. d. Statist, fundierte biolog.-medizin. Denken in d. Gesch., in: Gesnerus 13, 1956, S. 1-28. – Briefe: Korr. mit H. Buess 1945-56 (Med.hist. institute d. Univ. Basel u. Zürich).

  • Literatur

    H. Fischer, in: Vj.schr. d. Naturforschenden Ges. in Zürich 101, 1956, S. 220-26 (W-Verz., P, ergänzte Fassung im Medizinhist. Inst. d. Univ. Zürich);
    ders. in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschendon Ges., 1956, S. 383 f. (P);
    ders., in: J.ber. d. Univ. Zürich, 1955/56, S. 95 f. (P);
    A. Stettier, Ms. im Medizinhist. Inst. d. Univ. Zürich.

  • Portraits

    Phot. im Foyer d. Medizinhist. Inst. d. Univ. Zürich.

  • Autor/in

    Beat Rüttimann
  • Empfohlene Zitierweise

    Rüttimann, Beat, "Milt, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 532 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132615452.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA