• Leben

    Meyern-Hohenberg: Gustav von M.-H., Dramatiker, geb. am 10. Septbr. 1826 zu Kalvörde, starb am 1. März 1878 zu Constanz. M. studirte in Göttingen und Berlin die Rechte, trat 1848 in die Civil- und Hofdienste des Herzogs von Coburg, wurde erst Geh. Cabinetsrath und am 4. April 1860 Intendant des herzoglichen Hoftheaters, dem er bis zum 11. Septbr. 1868 vorstand. M. hat mit seinen Dramen wenig Erfolge zu erringen gewußt, wohl weil ihnen trotz Begabung des Dichters der rechte dramatische Nerv fehlt. Sie sind schon jetzt vollständig von der Bühne verschwunden. Ihre Reihe eröffnet die vieractige politisch-dramatische Studie „Ein Kaiser“ (1857), dem „Heinrich von Schwerin“, Schauspiel in 5 Acten (1859, Meyern-Hohenberg's beste Arbeit), „Ein Kind des Elsaß", Drama in 3 Acten (1873), „Das Ehrenwort" Schauspiel in 5 Acten (1873), „Das Haus Posa", Schauspiel in 5 Acten (1874), „Die Cavaliere“, Schauspiel in 5 Acten (1874) und „Moderne Rivalen“, Schauspiel, folgten. Außerdem verfaßte M. das theilweise schwungvolle „Welfenlied", (1854), „Zeitgedichte“ (1870), „Ein Märchen aus unsern Tagen“ (1875) und „Balladen vom Elsaß“ (1876).

  • Autor/in

    Joseph Kürschner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Kürschner, Joseph, "Meyern-Hohenberg, Gustav von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 21 (1885), S. 645 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11700877X.html#adbcontent

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