Lebensdaten
1816 – 1881
Sterbeort
Bad Wörishofen,Bedernau
Beruf/Funktion
katholischer Theologe ; Politiker ; Gymnasiallehrer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 120458799 | OGND | VIAF: 35287546
Namensvarianten
  • Merkle, Matthias
  • Merkle
  • Merkle, M.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Merkle, Matthias, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120458799.html [25.05.2024].

CC0

  • Biographie

    Merkle: Matthias M., katholischer Geistlicher, geboren am 24. Februar 1816 zu Bedernau bei Mindelheim, am 10. November 1881 zu Wörishofen in Baiern. Er machte seine Gymnasialstudien zu Dillingen, seine philosophischen und theologischen Studien zu München, löste hier 1839 die theologische Preisfrage, wurde am 30. August 1840 zum Priester geweiht, war vier Jahre als Hilfsgeistlicher in der Seelsorge thätig und wurde dann am 1. October 1844 zum Professor am Lyceum zu Dillingen ernannt, wo er Moraltheologie und Pädagogik, auch Patrologie und Religionsphilosophie vortrug. Im J. 1865 schrieb er für das Programm des Lyceums eine Abhandlung „Ueber Toleranz nach katholischen Principien“ und wurde darauf von dem Bischof zum geistlichen Rathe ernannt. Er hat noch einige andere Abhandlungen geschrieben, 1870 auch eine Kritik des Gutachtens der Majorität der katholisch-theologischen Facultät zu München in Sachen der päpstlichen Unfehlbarkeit. Von 1864 an redigirte er das Augsburger Pastoralblatt, daneben auch das Archiv für Pastoralconferenzen. In dem Pastoralblatt vertrat er, während sein Bischof (P. Dinkel von Augsburg) in Rom zu den Oppositionsbischöfen gehörte, mit großem Eifer den Infallibilismus. Dafür ernannte ihn Pius IX. am 2. März 1871 zum päpstlichen Hausprälaten. Im December 1874 wurde er als Professor der Moraltheologie nach Passau versetzt. Von 1874 an war er einige Jahre Abgeordneter für den Wahlkreis Dillingen im baierischen Landtage und bis zu seinem Tode im deutschen Reichstage; er gehörte zu den extremsten Mitgliedern der katholischen Fraction. Wegen eines Leberleidens bat er im Juni 1881 um Urlaub, im August um Quiescirung. Die letzten Monate verlebte er bei dem ihm befreundeten Pfarrer von Wörishofen.

    • Literatur

      Jahresbericht des k. Lyceums zu Passau für das Studienjahr 1881—82.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Merkle, Matthias" in: Allgemeine Deutsche Biographie 21 (1885), S. 445 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120458799.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA