Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
bayerische Adelsfamilie
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 123455316 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Abensberg

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Abensberg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123455316.html [20.07.2018].

CC0

  • Leben

    Abensberg, Hauptname eines seit 1065 mit Eberhard I. nachweisbaren edelfreien bayerischen Geschlechtes, das seinen Ursprung auf den kinderreichen Grafen Babo ( um 1000) zurückführte, doch im Mannesstamm vermutlich auf die Ebersberger Sippe zurückgeht. Es war zuerst in Ratzenhofen ansässig und bevogtete das Ebersberger Hauskloster Geisenfeld, während ein Seitenzweig, die drei Altmanne von Siegenburg (erloschen um 1160), die Vogtei über Münchsmünster innehatte. Eberhards III. Schwester, die „heilige“ Bertha, gab den Anstoß zur Gründung des Klosters Biburg (1133). Des ersteren Sohn Gebhard I. baute um 1135 Abensberg und wurde 1138 Vogt des Klosters Rohr. Sein Sohn Altmann I. erlangte, je als herzogliches Lehen, 1183 eine kleine Grafschaft an der Abens, 1185 die große Grafschaft im oberen Donaugau. Die Grafschaften vererbte er auf seinen ältesten Sohn Meinhard III. von Rottenegg ( 1237), mit dessen Enkel, dem ausgezeichneten Bischof Heinrich II. von Regensburg (1277–96), diese Linie erlosch. Von Altmanns I. jüngerem Sohn Wernher stammen die Freiherren von Abensberg ab. Wernhers Sohn Altmann II. erheiratete mit einer Schwester Ulrichs II. von Stein ( 1232) diese Herrschaft. Die von ihm neu erbaute Burg trug hinfort seinen Namen (Altmannstein). Doch verlor er 1241 durch das Eingreifen Ottos II. die damit verbundene Vogtei Biburg. Von seinen Söhnen gründete Otto die Linie Altmannstein, die um 1310 erlosch, der bedeutendere Ulrich I. ( 1299) erwarb die Vogteien Rohr und Paring und eine Teilvogtei von St. Emmeram. Dessen Enkel Ulrich III. ( 1367) gewann für seine Hauptorte Abensberg, Rohr und Essing Marktrechte. Einer seiner Söhne war Dietrich, 1381-83 Bischof von Regensburg. Der letzte Abensberger war Niklas, Palästinafahrer und Parteigänger Albrechts IV. von Bayern im Kampf mit Herzog Christoph. Er fiel am 28.2.1485 bei Freising einem Anschlag zum Opfer.

  • Literatur

    ADB I;
    F. Tyroller, A. - Rottenegg, in: Hdb. d. altbaier. Hochadels (ungedr.); zu Niklas
    A.: S. Riezler, Gesch. Baierns III, 1889, S. 972;
    R. Röhricht, Dt. Pilgerreisen n. d. Hl. Lande, 1889, S. 217.

  • Autor/in

    Franz Tyroller
  • Empfohlene Zitierweise

    Tyroller, Franz, "Abensberg" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 17 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123455316.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA