Lebensdaten
1847 bis 1920
Geburtsort
Pollnow (Kreis Köslin)
Sterbeort
Gotha
Beruf/Funktion
Botaniker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117636339 | OGND | VIAF: 794866
Namensvarianten
  • Bruchmann, Helmut Karl Gustav
  • Bruchmann, Helmut
  • Bruchmann, Helmut Karl Gustav
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bruchmann, Helmut, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117636339.html [02.12.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm, Maurermeister und Landwirt;
    M Mathilde Bürger;
    Gotha 1880 Emma Helena Malwine Sophie Jusatz; kinderlos.

  • Leben

    B. studierte in Jena (bei Ernst Stahl) und war seit 1880 in Gotha als Lehrer tätig. Seit früher Jugend beschäftigte sich dieser Empiriker mit den Gefäßkryptogamen, von denen einige seltenere in seiner Heimat häufig zu finden sind (Isoëtes 1874, Selaginella 1877). Die lange vergeblich gesuchten und nur einmal vor ihm gefundenen Prokormi mykotropher Lebensart von Lycopodium annotinum entdeckte er wieder und promovierte darauf als erster Doktorand bei Eduard Strasburger in Jena. In mühseligster und sorgfältigster Arbeit klärte er die eigenartige Keimungsgeschichte, Generationswechsel und Organographie mehrerer Lycopodien, Ophioglossum und Botrychium Lunaria. Dadurch wurde das mehrjährige mykotrophe Prothallium, der Prokormus, aufgefunden, der für die Keimungsgeschichte von Orchideen, Monotropaceae etc. das Beispiel lieferte. Die Aufteilung der Gefäßkryptogamen in Biciliatae und Polyciliatae beruht hierauf. Die schwere Benetzbarkeit dieser Sporen erforschte er ebenfalls und erkannte sie als ein Mittel der Verschwemmung und des Eindringens in den Boden zum Keimen (Beerdigung).

  • Werke

    Üb. d. Prothalien u. die Keimpflanzen mehrerer einheim. Lycopodien, 1898;
    Üb. d. Prothallium u. die Keimpflanze v. Ophioglossum vulatum, in: Botan. Ztg., 1904;
    Üb. d. Prothallium u. d. Sporenpflanze v. Botrychium Lunaria, in: Flora 95, 1906.

  • Literatur

    K. v. Göbel, Organogr. d. Pflanzen, 1915–18, II, S. 938 ff.;
    M. Möbius, Gesch. d. Botanik, 1937, s. 127 f.

  • Autor/in

    Hermann Ziegenspeck
  • Empfohlene Zitierweise

    Ziegenspeck, Hermann, "Bruchmann, Helmut" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 642 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117636339.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA