Lebensdaten
1623 bis 1686
Geburtsort
Kempten (Allgäu)
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Astronom
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 124603114 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Megerlin, Peter
  • Megerlein, Peter
  • Megerlin, Petrus
  • mehr

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Zitierweise

Megerlin, Peter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124603114.html [20.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V David (1572-n. 1835), Dr. iur., Ratsherr u. Syndikus in K., S d. Bartholomäus (1528–80) aus Ulm, Prof. d. Med. in Tübingen, u. d. Margarethe Eggelspach;
    M Felicitas (1591–1635), T d. Peter Eckhold (1547–1623), Dr. med., Stadtmedikus in Memmingen, Ravensburg u. Lindau, u. d. Magdalena Koch;| Judith (1626-n. 1677), T d. Sebastian Falckner (1584–1662), Weinhändler u. Ratsherr in B., u. d. Ursula Hoffmann (1588–1658).

  • Leben

    M. studierte 1640-45 in Tübingen Jura und mathematische Wissenschaften, übte praktische Tätigkeiten in Speyer (1645–47) und Heilbronn (1647–49) aus und ging 1650 nach Basel. Dort promovierte er im April 1651 zum Dr. iur. Wegen seines reformierten Bekenntnisses kehrte er nicht in die Heimat zurück, sondern lebte seit Juli 1651 zunächst in St. Gallen und dann bis zu seinem Tode in Basel. 1660 wurde er Syndikus des Basler Magistrats und hatte 1674-86 die Professur für Mathematik an der dortigen Universität inne.

    M. verfaßte Arbeiten zur astronomischen und historischen Chronologie. Neben dem bekannten historischen Werk „Theatrum divini regiminis a mundo condito usque ad nostrum seculum…“ (1683) und der „Disputatio de chronologiae principiis et computo ecclesiastico“ (1676) schrieb er über die Kometen der Jahre 1661, 1664 und 1680. In seinem „Systema mundi Copernicanum argumentis invictis demonstratum, et conciliatum Theologiae“ setzte er sich für die copernicanische Lehre ein; da die kirchliche Zensurbehörde in Basel den Druck verweigerte, erschien die Schrift 1682 in Amsterdam. Schon 1675 war M. der Vortrag der heliozentrischen Lehre von der Universität formell untersagt worden. Trotz seiner Einstellung hielt M. an der Astrologie fest und veröffentlichte mehrere Prognostika. Sein Schüler und Nachfolger Jakob Bernoulli wandte sich gegen M.s astrologische Deutungen der Kometenerscheinungen.

  • Literatur

    . R. Staehelin, Der Mathematiker u. Astronom P. M. u. s. Conflicte mit d. Theol. seiner Zeit, in: Jb. f. prot. Theol. 10, 1884;
    A. Staehelin, Gesch. d. Univ. Basel 1632-1818, 1957, S. 143 f., 202 f., 230 f., 442 f., 573;
    J. O. Fleckenstein, P. M. 1623-86, in: A. Staehelin (Hrsg.), Professoren d. Univ. Basel aus 5 Jhh., 1960, S. 72 f. (P): Jöcher;
    Jöcher-Adelung;
    Pogg. II.

  • Autor/in

    Menso Folkerts
  • Empfohlene Zitierweise

    Folkerts, Menso, "Megerlin, Peter" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 610 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124603114.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA