Lebensdaten
1870 bis 1932
Geburtsort
Minsk (Weißrußland)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Technologe
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 137215541 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bronn, Jegor Israel
  • Bronn, Jegor

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Bronn, Jegor, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd137215541.html [26.09.2016].

CC0

Bronn, Jegor Israel

Technologe, * 18.3.1870 Minsk (Weißrußland), 3.4.1932 Berlin. (israelitisch)

  • Genealogie

    Ida Altmann.

  • Leben

    B. studierte 1888-93 an der TH Berlin-Charlottenburg und der Höheren Städtischen Chemieschule Mülhausen (Elsaß). Nach Tätigkeit in der Industrie nahm er 1900 in Berlin seine Studien, besonders der physikalischen Chemie, wieder auf. 1902 gründete er in Berlin ein eigenes Laboratorium; 1906-24 stand er im Dienste der Rombacher Hüttenwerke (Lothringen). - B. besaß eine ausgezeichnete technische Kombinationsfähigkeit. Seine Studien über elektrische Öfen führten ihn zur Erfindung der Heizung mit kleinstückiger Widerstandsmasse (Kryptolheizung). Er fand ein Verfahren der besonders sparsamen Verwendung von Ferromangan als Zusatz zum Stahl und entwickelte eine Methode der Herstellung von hochprozentigem Ferrosilizium im Großbetrieb. Im Verlauf seiner gaschemischen Arbeiten gelangte er 1914 zu der heute in der Industrie des synthetischen Ammoniaks in großem Umfang benutzten Wasserstoffgewinnung durch Gaszerlegung, dem sog. Linde-Concordia-B.-Verfahren.

  • Werke

    Verflüssigtes Ammoniak als Lösungsmittel, 1905; Der elektr. Ofen im Dienste d. keram. Gewerbe, 1910.

  • Literatur

    H. Dechamps, in: Zs. f. komprimierte u. flüssige Gase 29, 1932, S. 101 f.; M. Buchner, in: Chem. Fabrik 6, 1933, S. 37 f. (P); Pogg. VI (W).

  • Autor

    Carl Graf von Klinckowstroem
  • Empfohlene Zitierweise

    Klinckowstroem, Carl Graf von, "Bronn, Jegor" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 634 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd137215541.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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