Lebensdaten
1901 bis 1985
Geburtsort
München
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Benediktiner ; Historiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 108100200 | OGND | VIAF: 115455908
Namensvarianten
  • Mathäser, Maximilian (Taufname)
  • Mathäser, Willibald
  • Mathäser, Maximilian (Taufname)
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Mathäser, Willibald, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd108100200.html [12.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    Aus Brauerfam.;
    V Maximilian (1866–1910), Hotelier, Brauereibes. in M., S d. Joh. Georg (1822–74), Brauereibes., u. d. Anna Mühlbäck;
    M Margarethe Trautner (1877–1975).

  • Leben

    M. absolvierte 1920 das Theresiengymnasium. Im Sept. 1921 trat er in den Benediktinerorden zu St. Bonifaz ein und begann Philosophie, Geschichte und Theologie an der Univ. München zu studieren. Nach der Priesterweihe im März 1925 wurde M. als Kaplan Jugendseelsorger in der Pfarrei St. Bonifaz. Von den Nationalsozialisten wurde ihm diese Tätigkeit untersagt. Er übte sie 1945-65 wieder aus. M. wirkte als Katechet 1930-48 an der Schwerhörigen-Sonderschule und 1948-53 am Sophie-Scholl-Gymnasium. 1947 begründete er die Pfadfinderinnenschaft St. Georg im Bund der Deutschen Kath. Jugend, deren Kurat er bis 1963 war. Seit 1954 fungierte M. unter Abt Hugo Lang als Cellerar in Andechs, seit 1968 als Archivar und 1971-73 als Stiftsbibliothekar zu St. Bonifaz.

    Die literarischen Arbeiten seit 1925 galten in erster Linie Kg. Ludwig I. von Bayern, als dem Förderer des Deutschtums und des Katholizismus in Nordamerika, wie den benediktinischen Missionsbestrebungen des 19. Jh. Dies führte zu dem grundlegenden Werk „Der Ludwig-Missionsverein in der Zeit König Ludwigs I. von Bayern“ (1939). Zu diesem Thema erschienen Vorarbeiten in vielen Beiträgen zu kirchlichen Wochenblättern, Kalendern und Zeitschriften. Daneben verfaßte M. Artikel über aktuelle Heilige und Größen aus der Geschichte (P. Utto Bottländer, Josef Ferdinand Müller, Bonifaz Wimmer, J. A. Möhler) bis hin zu Persönlichkeiten aus Volks- und Heimatkunde. Seit 1938 trat das biographische Genre in den Vordergrund, meist im Zusammenhang der Aufarbeitung der bedeutenden Haus- und Klostergeschichte. In diesem Jahr erschien als „Beitrag zur Geschichte der kath. Kirche und des Deutschtums in den Vereinigten Staaten Nordamerikas“ die Edition des Briefwechsels des Abtes Bonifaz Wimmer, des Gründerabtes von St. Vincent, mit König Ludwig I. von Bayern. 1951 edierte er die Selbstbiographie Pater H. Lemkes, des „Haudegen Gottes“, 1974 ein Tagebuch des Maurus Friesenegger OSB aus dem 30jährigen Krieg, 1973 veröffentlichte er „Aus dem literarischen Schaffen von Abt Hugo Lang“. Die Abstammung aus einer traditionsreichen bayer. Brauerfamilie veranlaßte deren letzten Nachfahren zu einer Monographie über das Bier. Trotz ökonomischer Verpflichtungen und Bautätigkeit im klösterlichen Bereich entstanden auch kunsthistorische Arbeiten über Andechs und Tegernsee sowie über den Bildhauer Franz Ignaz Günther. Seit 1931 Mitglied der Bayer. Benediktinerakademie, machte er die Studien und Mitteilungen des OSB-Ordens (StMBO) zu seinem bevorzugten Publikationsorgan; es erschienen darin u. a. Arbeiten über den Orientalisten|Daniel Bonifaz v. Haneberg, die Malerin Emilie Linder, den Dichter Clemens Brentano und den Philosophen Ernst v. Lasaulx.

  • Werke

    Weitere W u. a. Heilige Tage, Bildkalender, 1930-32;
    Lichter durchs Jahr, 1939-40, 3 Hh. (v. d. Gestapo verboten);
    Flüssiges Brot, 1974. 21976;
    Über d. Hofbildhauer Franz Ignaz Günther u. seine Kinder, in: Ob.bayer. Archiv 100, 1975, I, S. 360-76;
    Andechs, Kloster- u. Wallfahrtskirche auf d. Hl. Berg am Ammersee, 81977;
    Andechser Chronik, 1979, 21987;
    P. Magnus Sattler (1827–1901), e. Benediktiner d. 19. Jh., in: StMBO 91, 1980, S. 211-31;
    Kg. Ludwig I. v. Bayern u. d. Benediktiner, ebd. 97, 1986, S. 9-31;
    Chronik v. Tegernsee, 1981;
    Hinter Klostermauern u. doch mitten in d. Welt, Ms. 1981 (Selbstbiogr., Archiv v. St. Bonifaz, München).

  • Literatur

    A. Fingerle, München, Heimat u. Weltstadt, 1976, S. 238 f.;
    O. Lechner OSB, in: StMBO 96, 1985, H. III/IV, S. 429 f.;
    Bibliogr. d. dt.sprach. Benediktiner 1880-1980, ebd. 29. Erg.bd. I, 1985, S. 68 f. (L);
    Kürschner, Gel.-Kal. 1980.

  • Autor/in

    Gregor Martin Lechner OSB
  • Empfohlene Zitierweise

    Lechner OSB, Gregor Martin, "Mathäser, Willibald" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 368 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd108100200.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA