Lebensdaten
1750 bis 1829
Geburtsort
Modena
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Erzherzogin von Österreich ; Erbin von Modena ; Herzogin von Massa und Carrara
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 123055113 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Maria Beatrix d'Este
  • Este, Maria Beatrix d'
  • Maria Beatrix
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Zitierweise

Maria Beatrix, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123055113.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. Hause Este;
    V Hzg. Ercole III. v. Modena (1727–1803), S d. Hzg. Franz III. v. Modena (1698–1780) u. d. Charlotte v. Orléans (1700–61);
    M Marie Therese Cybo (1725–90), T d. Hzg. Alberigo v. Massa u. Carrara (1690–1731) u. d. Riccarda v. Novellara (1698–1768);
    1771 Erzhzg. Ferdinand (1754–1806), Gouverneur d. Lombardei, S d. Kaisers Franz I. ( 1765, s. NDB V) u. d. Kaiserin Maria Theresia ( 1780, s. NDB 16);
    5 S (1 früh †), 5 T (2 früh †), u. a. Hzg. Franz IV. v. Modena (1779–1846, 1812 Beatrix v. Sardinien, 1792–1840), FM|Ferdinand Karl (1781–1850), Maximilian ( 1863), Hochmeister d. Dt. Ordens (s. NDB 16), EB Karl Ambros v. Gran (1785–1809), Maria Theresia (1773–1832, 1789 Kg. Viktor Emanuel I. v. Sardinien, 1759–1824), Kfn. Maria Leopoldine v. Bayern ( 1848, s. NDB 16), Kaiserin Maria Ludovika v. Österreich ( 1816, s. NDB 16);
    E Hzg. Franz V. v. Modena (1819–75).

  • Leben

    Die Erbin von Modena sowie von Massa und Carrara war schon als Kind von Kaiserin Maria Theresia zur Braut eines ihrer Söhne ausersehen. 1771 heiratete sie den 17jährigen Erzherzog Ferdinand. M. stand ihrem Gatten bei der schweren Aufgabe als Generalgouverneur der Lombardei hilfreich zur Seite. Ihre Liebenswürdigkeit und soziale Fürsorge wurden allgemein gelobt. Wie ihre Schwiegermutter kümmerte sich M. persönlich um die Erziehung ihrer Kinder, besonders ihrer jüngsten Tochter Maria Ludovika. 1796 mußte die Familie aus Mailand fliehen. M. ließ sich im Neukloster von Wiener Neustadt nieder, während sich ihr Gemahl meist am Wiener Hof aufhielt. Seit 1806 Witwe, wurde sie zwei Jahre später durch die Hochzeit ihrer Tochter Maria Ludovika mit Franz I. Kaiserinmutter. Der rege Briefwechsel mit der Kaiserin zeugt von dem lebendigen Interesse der Erzherzogin an Politik und Familie. Zäh und entschieden setzte sie sich für die Rückgewinnung ihrer Herzogtümer ein. Auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses konnte M.s ältester Sohn Franz 1814 das Erbe in Modena antreten, sie selbst übernahm die Regierung des bereits 1790 ererbten Herzogtums Massa und Carrara sowie einiger kaiserlicher Lehen in der Lunigiana.

    Nach M.s Tod gingen diese Länder an Hzg. Franz IV. von Modena über, während sich Ferdinand Karl und Maximilian das große Privatvermögen teilten. M.s Enkel Franz V. mußte 1859 infolge der ital. Einigungsbewegung abdanken; sein Erbe, der 1914 in Sarajewo erschossene Erzhzg. Franz Ferdinand, nahm den Namen „Österreich-Este“ an.

  • Literatur

    J.H.A. Scharfenberg, Gesch. d. Hzgt. Modena u. d. Hzgt. Ferrara b. z. J. 1815, 1859;
    E. Guglia, Kaiserin Maria Ludovica v. Österreich, 1894;
    M. Kittel, Gesch. d. Hzgt. Modena 1815–48, Diss. Wien 1940;
    L. Amorth, Modena capitale, Storia di Modena e dei suoi duchi dal 1598 al 1860, 1961;
    Wurzbach VII.

  • Autor/in

    Lorenz Mikoletzky
  • Empfohlene Zitierweise

    Mikoletzky, Lorenz, "Maria Beatrix" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 192 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123055113.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA