Lebensdaten
1816 bis 1881
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Finanzminister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135583969 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brestel, Rudolf
  • Brestel, Rudolph

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Brestel, Rudolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135583969.html [25.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gregor Ant., Garde-Rittmeister;
    M Antonia, T des Jean Cabes, Bürger in Brüssel, und der Barb. Haak; ledig.

  • Leben

    B. studierte an der Wiener Sternwarte, wurde 1836 Assistent an der Olmützer Lehrkanzel für Mathematik, dann Supplent an der Universität Wien. 1848 zuerst akademischer Legionär, erlangte er bei der Wahl zum ersten Österreichischen Reichstag ein Mandat und nahm an den Beratungen des Kremsierer Verfassungsausschusses teil. Vorübergehend politisch verfolgt, war B. seit 1855 an der Einführung der Creditanstalt in Wien tätig. Im Verfassungsjahr 1861 begann seine neue politische Laufbahn mit der Wahl in den Niederösterreichischen Landtag, der ihn in den Landesausschuß und in das Abgeordnetenhaus (1864) entsandte. Mit Beginn der dualistischen Ordnung wurde B. kaiserlich-königlicher Finanzminister im „Bürgerministerium“ (30.12.1867). Er verwaltete dieses Amt bis zu einer vorübergehenden Unterbrechung des deutsch-zentralistischen Kurses (4.4.1870), um bis zu seinem Ende abermals parlamentarisch zu wirken. Als Minister war er maßgeblich an den finanziellen Bedingungen des Ausgleichs mit Ungarn beteiligt, erreichte den Abbau eines Millionendefizits und die Vereinheitlichung der Staatsschuldtitel. So stark seine persönliche Autorität als die des „Redlichen“ war, so blieb die Wahl seiner Mittel, insbesondere die Quotenvereinbarung mit Ungarn und die Abstoßung passiv arbeitender Staatsbetriebe, bei der Mit- und Nachwelt stark umstritten.

  • Literatur

    R. Charmatz, Österr.s innere Gesch. 1848-1907, I, 1909, S. 81 f., 87 f.;
    F. Schütz, Werden u. Wirken d. Bürgerministeriums, 1909, S. 65 ff.;
    A. v. Czedik, Zur Gesch. d. k. k. Ministerien 1861-1916, I, Teschen 1917, S. 84-92;
    K. Hugelmann, Zur Gesch. d. österr. Ministerien, 1922, S. 19;
    ders., Das Nationalitätenrecht im alten Österr., 1934, S. 192;
    H. Hantsch, Die Gesch. Österr.s, II, Wien 1950, S. 334, 356, 402;
    Wurzbach, Bd. 23, S. 365 (L);
    Uhlirz II/1, S. 649, 688 (L), II/2, S. 928, 933, 945, 967. - Qu.: Protokolle d. Verfassungsausschusses d. Österr. Reichstages 1848/49, hrsg. v. A. Springer, 1885.

  • Autor/in

    Reinhold Lorenz
  • Empfohlene Zitierweise

    Lorenz, Reinhold, "Brestel, Rudolf" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 601 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135583969.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA