Lebensdaten
1817 – 1868
Geburtsort
Mieders (Tirol)
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Gynäkologe ; Arzt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116489707 | OGND | VIAF: 5683937
Namensvarianten
  • Breit, Franz
  • Breit, Franz Xaver
  • Breit, Franz

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Zitierweise

Breit, Franz Xaver, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116489707.html [19.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Michael Preith (1786–1863), Arzt in Mieders, S des Wundarztes Josef in Neustift im Stubai und der Theresia Schlaucher;
    M Anna, T des Handelsmanns Jos. Hartler und der Maria Triendl;
    1848 Helene Henr. (evangelisch), T des Tübinger Professors für Technologie Wilhelm Volz und der Helene Möglius;
    2 S, 2 T.

  • Biographie

    B. studierte 1837-41 Medizin in Wien, Prag und Padua und wurde 1844 Assistent an der von Johann Klein geleiteten 1. Wiener Gebärklinik, an der Ign. Phil. Semmelweis seine Prophylaxe des Kindbettfiebers ausarbeitete. Auf Empfehlung schwäbischer Ärzte, die ihre geburtshilfliche Ausbildung an dieser Klinik erweiterten, kam B. als außerordentlicher Professor und zweiter Lehrer für Geburtshilfe 1847 nach Tübingen und wurde als Nachfolger L. S. Rieckes 1848 Vorstand der geburtshilflichen Klinik und ordentlicher Professor. Damit erfolgte in Tübingen die Trennung von Geburtshilfe und Chirurgie. B. war in erster Linie praktischer Geburtshelfer und Lehrer, so daß er zu einer literarischen Betätigung wenig Zeit fand. Besonders interessierte ihn die Feststellung des engen Beckens und dessen Gefahren für den Geburtsverlauf. Zur Vermeidung des damals noch mit größten Gefahren verbundenen Kaiserschnitts trat B. sehr für die künstliche Frühgeburt ein. Wahrscheinlich als erster in Deutschland verwandte er zur Schmerzverminderung und für operative Entbindungen das Chloroform.

  • Werke

    Üb. die Wendung d. Kindes auf den Kopf nebst Mitt. über d. Anwendung d. Chloroforms z. leichteren Ausführung d. Wendung überhaupt;
    Eine neue Modifikation d. Kephalotribes nebst Bemerkungen üb. Kephalotripsie u. Perforation;
    Zwei Beckenmesser (sämtlich in: Archiv f. physiol. Heilkde. 7, 1848).

  • Literatur

    ADB III;
    Bote f. Tirol u. Vorarlberg, 1868, Nr. 207, S. 103;
    E. Stübler, Geburtshilfe u. Gynäkol. in Tübingen, 1952 (P);
    BLÄ I.

  • Porträts

    Ölgem. v. Berta Froriep, 1869 (im Besitz der Univ. Tübingen).

  • Autor/in

    Eberhard Stübler
  • Zitierweise

    Stübler, Eberhard, "Breit, Franz Xaver" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 573 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116489707.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Biographie

    Breit: Franz B., Gynäkologe, geb. 1. Juli 1817 zu Rieders bei Innsbruck in Tirol als Sohn des dortigen Arztes, 17. Aug. 1868. Er erhielt seine erste Bildung im Gymnasium zu Hall in Tirol, machte seine philosophischen Studien zu Innsbruck in den J. 1835 und 1836, seine medicinischen in Wien, Prag und Padua, promovirte 1842 und 1843 in Wien zum Doctor der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe, wurde 1844 Assistent der geburtshülflichen Klinik der Universität Wien und blieb in dieser Stellung bis 1847, wo er zum Assistenzarzt der geburtshülflichen Klinik in Tübingen und zum außerordentlichen Professor daselbst ernannt wurde, 1849 wurde er Ordinarius und Vorstand der geburtshülflichen Klinik und brachte bald das Studium sehr in Aufnahme. Er war ein sehr geschätzter Praktiker und wurde deshalb nicht nur in Tübingen selbst, sondern auch in näherer und fernerer Umgebung bei schwierigen Fällen beigezogen und genoß das größte Vertrauen. 1863 erhielt er durch das Ritterkreuz der würtembergischen Krone den persönlichen Adel. Eine große wissenschaftliche Arbeit ist von ihm nicht erschienen, nur einige kleinere Abhandlungen sind vorhanden. In dem Archiv für physiologische Heilkunde von Roser und Wunderlich, Jahrgang 1848 finden sich drei geburtshüfliche Abhandlungen: „Eine neue Modification des Kephalotribes nebst Bemerkungen über Kephalotripsie und Perforation"; — „Ueber die Wendung des Kindes auf den Kopf“ und „Zwei Beckenmesser“. Auch sind drei unter seinem Präsidium vorgelegte Dissertationen von ihm verfaßt: „Ueber die Krankheiten der symphysis ossium pubis“, 1854. — „Ueber den Einfluß der Eierstockgeschwülste auf Conception, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“, 1861. — „Beobachtungen über Operationen mit der Zangmsäge nach Van Huevel“, 1859.

  • Autor/in

    Klüpfel.
  • Zitierweise

    Klüpfel, Karl, "Breit, Franz Xaver" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 287 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116489707.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA